FloraHolland: Landesweite Versteigerung von Pflanzen

Nach dem Sommer will Royal FloraHolland mit der landesweiten Versteigerung von Pflanzen beginnen.

2020 ist Royal FloraHolland mit dem Pilotprojekt Landesweite Versteigerung der Produktgruppe Schnitt-Anthurien gestartet. Bild: GABOT.

Royal FloraHolland plant, nach dem Sommer das gesamte Angebot an Pflanzen an ihren Standorten Aalsmeer und Naaldwijk zusammenzulegen. Statt der heutigen zwei Versteigerungspläne gibt es dann nur noch einen Versteigerungsplan. So haben die Einkäufer in nur einer Übersicht Zugang zu dem vollständigen und breiten Pflanzensortiment der Gärtner, die beide oder einen dieser Standorte beliefern. Für die Gärtner entsteht eine bessere Chance auf eine optimale Preisbildung für ihre Produkte.

Die Pflanzen werden über das KOA-System (im Fernkauf) versteigert. Laut Absprache mit der Resonanzgruppe Lokale Versteigerung bleibt die lokale Uhr in Rijnsburg vorläufig weiter in Betrieb.

Ein Wunsch vieler Gärtner und Käufer

2020 ist Royal FloraHolland mit dem Pilotprojekt Landesweite Versteigerung der Produktgruppe Schnitt-Anthurien gestartet, an dem sich alle Schnitt-Anthuriengärtner beteiligt haben. Das Pilotprojekt wurde mit den vorhandenen Versteigerungssystemen durchgeführt. Getestet wurden verschiedene Elementen der künftigen Landesweiten Versteigerung. Das Pilotprojekt war erfolgreich und seitdem wird das Angebot an Schnitt-Anthurien der einzelnen Standorte gleichzeitig und nach einem einheitlichen Versteigerungsplan nacheinander versteigert. Daher bereitet FloraHolland jetzt den nächsten Schritt in Richtung Landesweite Versteigerung vor: Die Nachfrage und das Angebot für Pflanzen der Standorte Aalsmeer und Naaldwijk werden zusammengelegt. Man tut das in Kooperation mit dem Unterstützungsteam Landesweite Versteigerung, das sich aus Gärtnern, Käufern und den FPC-Vorsitzenden zusammensetzt.

Schritt für Schritt

Diese Entwicklung ist schon länger ein Wunsch vieler Pflanzengärtner. Wir beobachten schon länger, dass das Pflanzen-Angebot rückläufig ist, was Einfluss auf die Preisbildung an der Uhr hat. Mit dem Zusammenlegen der Nachfrage und des Angebots für Pflanzen der beiden Standorte schafft man die Voraussetzungen für eine optimale Preisbildung. Für die Käufer bedeutet das, dass sie über ein breiteres und vollständigeres Angebot verfügen. Auch die Blumengärtner wollen, dass ihre Produkte gemeinsam an die Uhr gebracht werden. Royal FloraHolland arbeitet Schritt für Schritt auf dieses Ziel hin und werden mit den Gärtnern gemeinsam den richtigen Zeitpunkt und das beste Vorgehen festlegen.

Was bedeutet das für Anlieferer und Einkäufer?

• Das Zusammenlegen der Nachfrage und des Angebots für Pflanzen der Standorte Aalsmeer und Naaldwijk bedeutet, dass es einen neuen Versteigerungsplan und eine neue Startzeit für die Landesweite Versteigerung von Pflanzen geben wird. In Rijnsburg versteigert FloraHolland die Pflanzen noch weiter lokal.
• FloraHolland führt die Versteigerung an fünf Konzernuhren statt an sieben durch. In der Nebensaison reduziert sichr das auf vier Uhren.
• Die Versteigerung der Pflanzen beginnt um 6.30 Uhr. Man strebt einen Endzeitpunkt um 10.30 Uhr an.
• Eine Besichtigung bleibt weiter möglich, aber auf andere Weise. Die Einkäufer können sich die Produkte mit der RFH Photo-App auch digital ansehen.
• Neuheiten bekommen einen prominenten Platz im Versteigerungsplan.
• FloraHolland führt die Umstellung erst nach dem Sommer durch; bis dahin können sich Anlieferer und Einkäufer gut darauf vorbereiten. Man nimmt sich also genügend Zeit. Die Anlieferer und Einkäufer erhalten rechtzeitig Informationen darüber, was die Landesweite Versteigerung von Pflanzen für sie bedeutet und was sie tun müssen. FloraHolland arbeitet dabei mit dem Unterstützungsteam aus Gärtnern und Käufern und mit dem FPC Pflanzen zusammen.

Was ändert sich speziell für Anlieferer?

• Die Anlieferer bestimmen weiter selbst, an welchem Standort sie anliefern.
• Die Verlosung erfolgt auf der Basis zufälliger Gärtnerlose. So wie dies heute bereits für die neue Logistik eingesetzt.
• Auch die Loyalität spielt für den Versteigerungsplan eine Rolle.

Was ändert sich speziell für Einkäufer?

• Jeder Einkäufer hat bei der Versteigerung eine eigene Käuferkartennummer. Da in Aalsmeer und Naaldwijk dieselben Nummern verwendet werden, wird Royal FloraHolland auch neue Käuferkartennummern ausgeben. Einkäufer, die eine neue Käuferkartennummer erhalten, informieren wir darüber weit im Voraus.
• Um an fünf Uhren gleichzeitig einkaufen zu können, sorgt FloraHolland dafür, dass die Einkäufer auf nur einem KOA-Bildschirm (für Fernkauf) eine gute Übersicht über alle Uhren haben.
• Eine Besichtigung bleibt weiter möglich, aber auf andere Weise. Das Besichtigen ist bis eine halbe Stunde vor Versteigerungsbeginn möglich, an Tagen mit viel Betrieb bis eine Stunde vorher. Die Einkäufer können sich in einem separaten Fenster auch Produktfotos des aktuell versteigerten und des als nächstes zu versteigernden Artikels ansehen. Das wird durch die kürzlich eingeführte Foto-App RFH Photo ermöglicht. Auch das in FloraMondo markierte Angebot ist in dieser App zu finden.
• Es wird auch geprüft, ab wann Transporte zwischen den Standorten angeboten werden können und zu welchen Bedingungen und Tarifen dieser Service genutzt werden kann. (RFH)

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