Fendt: H2Agrar mit DLG Agrifuture Concept Award 2022 ausgezeichnet

Die Reduktion von CO2-Emissionen ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben - auch in der Landwirtschaft.

Modell des Projektes H2Agrar. Bild: AGCO.

Im Modellprojekt H2Agrar untersuchen verschiedene Partner, wie eine Wasserstoffinfrastruktur für eine landwirtschaftliche Nutzung aussehen kann. Die Aufgabe von AGCO/Fendt liegt in der Bereitstellung von wasserstoffbetriebenen Traktoren. Die DLG zeichnet das Modellprojekt als Pionierarbeit für die Zukunft der Landwirtschaft mit dem ersten Platz aus.

Im landwirtschaftlichen Modellprojekt H2Agrar werden erstmalig mehrere Prototypen eines wasserstoffbetriebenen Traktors ganz regulär auf landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt. Ziel des Projektes ist die Erforschung und der Aufbau einer Infrastruktur für Wasserstoff für die Landwirtschaft in der Modellregion Emsland.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der DLG mit diesem außergewöhnlichen Zukunftsaward. Sowohl für das Team der Fendt Vorentwicklung, als auch die weiteren H2Agrar Partner ist diese Auszeichnung eine Motivation weiterhin tatkräftig an der Erforschung von alternativen Modellen für die Energiegewinnung zu arbeiten“, so Walter Wagner, Geschäftsführer für Forschung & Entwicklung AGCO/Fendt. „Für Maschinen mit einem hohen Leistungsbedarf ist die Elektromobilität keine Alternative zu herkömmlichen Energien. Hier forschen wir an anderen alternativen Lösungen, wie der Verwendung von Wasserstoff. Das Modellprojekt H2Agrar bietet dafür die besten Voraussetzungen.“

Grüne Lebensmittelproduktion mit Wasserstoff

Im Forschungsprojekt soll u.a. auch die Nutzbarkeit und das Leistungspotenzial von Wasserstoff für landwirtschaftliche Maschinen untersucht werden. Dazu entwickelt Fendt wasserstoffbetriebene Prototyptraktoren mit Brennstoffzelle. Diese werden über den gesamten Projektzeitraum auf zwei landwirtschaftlichen Testbetrieben in der Region Haren unter Realbedingungen eingesetzt. Innerhalb des Projekts soll der Wasserstoffverbrauch der Traktoren ermittelt werden. Gleichzeitig werden die technischen Anforderungen an eine geeignete Wasserstoff-Infrastruktur für die Landwirtschaft erforscht. Diese Erkenntnisse bilden die Basis für weitere Forschung zur Reduktion von CO2-Emissionen bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Über das Projekt H2Agrar

In dem Verbundprojekt H2Agrar und Projekt Grüner H2 Hub-Haren fördert das Land Niedersachsen den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in der Modellregion Emsland. Der grüne Wasserstoff wird mithilfe grüner Energie aus einem lokalen Bürgerwindpark produziert. Dieser soll vornehmlich im Mobilitätssektor sowie in der Landwirtschaft genutzt werden. Dazu wird eine Infrastruktur mit einem eigenen Tankstellenpark für alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff, aber auch E-Ladesäulen aufgebaut. Das Projekt bearbeitet AGCO/Fendt gemeinsam mit der CEC Haren GmbH & Co. KG, Röchling Engineering Plastics SE & Co. KG, der Technischen Universität Braunschweig und der Hochschule Emden/Leer. (Fendt)

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