Ein Strandkorb im eigenen Garten: Das sollte man beachten

Kannte man das Küstenkind bislang nur von den Ferien an der Nord- oder Ostsee, kann man sich die geliebte Urlaubs-Atmosphäre nun auch in den eigenen Garten holen: Strandkörbe für Garten, Balkon oder Terrasse werden immer beliebter. Doch wie setzt man das Küstenkind zu Hause eigentlich richtig in Szene?

Ein Strandkorb im eigenen Garten. Bild: docstockmedia, shutterstock.com.

Das Küstenkind in Szene setzen

Den eigenen Garten mit einem Strandkorb zu gestalten, ist einfach. Mittlerweile lässt sich das Küstenkind ganz bequem im Onlineshop für Strandkörbe bestellen und direkt vor die Haustüre liefern. Weil ein Strandkorb an sich schon ein Augenschmaus ist, braucht es kaum noch Dekoration dazu – allein seine Anwesenheit wertet Garten, Balkon oder Terrasse auf.

Wer die maritime Sitzgelegenheit dennoch mit weiteren Accessoires in Szene setzen möchte, kann dies vor allem mit Lichtelementen tun: Windlichter, Lichterketten und Laternen heben das Design des Strandkorbes dezent hervor. Auch Pflanzen und Blumen wie Rosen bilden einen schönen Rahmen für den Strandkorb im eigenen Garten.

Gängige Strandkorbmodelle

Der Strandkorb wurde vor etwa 150 Jahren erfunden, um die Sommerfrischler vor Wind und Wetter an den deutschen Küsten zu schützen. An Nord- und Ostsee haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Stile entwickelt. Das Nordseemodell hat eine eher kantige Haube mit geraden Seiten. Dagegen wirkt das Ostseemodell verspielter. Abgerundete, geschwungene Seitenteile und eine gebogene Haube sind typisch für das Modell aus dem Osten.

Überdies unterscheidet man Strandkörbe auch nach ihren Eigenschaften. Ein Halblieger lässt sich um 55 Grad nach hinten verstellen und bildet damit einen bequemen Strandstuhl. Im Volllieger kann man – wie der Name schon sagt – richtig liegen. Das Modell lässt sich um 90 Grad absenken.

Aufbau und Funktionsweise

Der typische deutsche Strandkorb ist etwa 1,60 Meter hoch. Die meisten Strandkörbe sind Zweisitzer mit einer Breite von 1,20 Meter und bringen rund 75 Kilogramm auf die Waage. Der sogenannte Bock ist die hölzerne Unterkonstruktion. Oft besteht er aus Mahagoni oder Teakholz.

Auf dem Bock werden die zwei Seitenteile und die sogenannte Haube verschraubt. Somit bleibt die Haube beweglich und lässt sich in fünf Stufen nach hinten verstellen. Sowohl die Seitenteile als auch die Haube sind zur Verstärkung mit einem Flechtwerk umhüllt, was das typische Design des Strandkorbes ausmacht. Das Flechtwerk besteht aus Kunststoff oder Naturmaterialien wie Rattan oder Bambus. Die mit Schaumstoff oder Kokosmatten gefüllten Sitzpolster ermöglichen ein bequemes Sitzen und Liegen im Strandkorb. Das weitere Zubehör eines Strandkorbes variiert je nach Ausstattung:
• eine Sonnenmarkise zum Abklappen an der Dachkante
• ausziehbare gepolsterte Fußkästen
• Seitentische und Armlehnen

Wenn der Strandkorb zum Gartenkorb wird

Viele Gartenbesitzer möchten den Strandkorb am liebsten klassisch in Szene setzen. Im Garten soll er auf einer eigens dafür aufgeschütteten Sandschicht stehen. Optisch sieht das natürlich gut aus. Doch eines muss dabei bedacht werden: Freilaufende Katzen lieben Sand und nutzen ihn als Toilette. Unkraut taucht auf Sand leider auch sehr schnell auf. Alternativ kann man den Strandkorb auf Kieselsteine stellen – oder auf Terrasse und Balkon.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Regenwasser gut vom Untergrund abfließen kann. Steht der Strandkorb nämlich dauerhaft oder regelmäßig auf feuchtem Boden, kann er Schaden nehmen. Deshalb sollte man den Korb vor zu viel Feuchtigkeit schützen.

Die richtige Pflege des Gartenkorbs

Auch wenn die Materialien des Strandkorbes generell als wasserfest und wetterbeständig ausgewiesen werden, muss die Oberfläche geschützt werden. Eine regelmäßige Behandlung mit Holzpflegemittel bietet sich an. Alle paar Jahre sollte der Bock – also die Unterkonstruktion aus Holz – mit einer Holzlasur bearbeitet werden. Besteht das Flechtwerk aus Rattan oder Bambus, sollte man es regelmäßig mit Leinöl einreiben, um dem Material Feuchtigkeit zuzuführen.

 

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