ALDI SUISSE: Verbesserungen in Kenia mit Fairtrade-Rosen

Mit dem erfolgreichen Abschluss des 2020 lancierten "Rosenprogramms" zieht ALDI SUISSE eine positive Bilanz. Das Projekt wurde gemeinsam mit Fairtrade Max Havelaar umgesetzt und verfolgte das Ziel, die Lebensbedingungen von Blumenarbeiterinnen und -arbeitern auf Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen in Kenia langfristig zu stärken. ALDI SUISSE ermöglichte das Programm mit einer Spende von über 300 000 Euro.

ALDI SUISSE schafft Verbesserungen in Kenia mit Fairtrade-Rosen. Bild: © Fairtrade Deutschland e.V./Anthony Odamo.

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Mit dem "Rosenprogramm" ging ALDI SUISSE bewusst über die bestehenden Fairtrade-Standards hinaus. Während diese hohe Anforderungen an Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz und Umweltauflagen auf den Farmen stellen, setzte das Projekt dort an, wo die Standards enden: Im privaten Lebensumfeld der Blumenarbeiterinnen und -arbeiter. Viele Haushalte kochen traditionell über offenen Feuerstellen, was gesundheitliche Risiken, hohe Kosten für Kohle und Kerosin oder einen erheblichen Zeitaufwand für die Holzbeschaffung mit sich bringt.

Zugang zu sauberer Energie

Kern des Programms war ein Fonds in Höhe von 160.000 Euro für zinslose Darlehen, der für sechs Blumenfarmen in Kenia errichtet wurde und auch über den formellen Projektabschluss hinaus weitergeführt wird. Über diese gezielten, zinslosen Darlehen erhielten die Beschäftigten Zugang zu sauberen Energielösungen wie beispielsweise bessere Kochöfen oder Solarlampen. Heute nutzen dadurch über 3.810 Haushalte (rund 60% der Zielgruppe) nachhaltigere Energielösungen für das Kochen und den täglichen Gebrauch. Die Haushalte konnten ihre Energiekosten fürs Kochen im Durchschnitt um 50% senken. Gleichzeitig berichten 66% der Beschäftigten, insbesondere Frauen, von einer deutlichen Zeitersparnis, da der tägliche Zeitaufwand für die Holzbeschaffung entfällt. Zudem geben 66% der Teilnehmenden an, dass sich die Gesundheit im Haushalt durch die reduzierte Rauchbelastung verbessert hat.

Insgesamt profitieren 67% der Zielgruppe von verbesserten sozioökonomischen Bedingungen, da eingesparte Kosten und gewonnene Zeit vermehrt in Bildung, Weiterbildung und einkommensschaffende Aktivitäten investiert werden. Ergänzend dazu wurden während der Projektlaufzeit rund 27.000 Obstbaumsetzlinge gepflanzt, die zur verbesserten Selbstversorgung der Haushalte beitragen und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten durch den Verkauf von Früchten schaffen.

Engagement für fairen Handel

Mit dem Abschluss des Fairtrade-Rosenprogramms unterstreicht ALDI SUISSE sein Engagement für fairen Handel sowie für messbare Verbesserungen entlang der Lieferkette. Das Projekt war als zeitlich begrenztes Programm definiert, entfaltet seine Wirkung jedoch über die fünfjährige Projektlaufzeit hinaus.

"Das Rosenprogramm zeigt eindrücklich, wie wir entlang unserer Lieferkette konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort erreichen können. Wir freuen uns sehr über die erzielten Ergebnisse des Rosenprogramms", sagt Jérôme Meyer, Country Managing Director von ALDI SUISSE. Melanie Dürr, Leiterin Internationale Zusammenarbeit bei Fairtrade Max Havelaar, ergänzt: "Der verbesserte Zugang zu sauberer Energie trägt wesentlich zur Gesundheit der Menschen bei und fördert die Reduktion des CO2-Ausstosses. Gleichzeitig werden Arbeiterinnen und ihre Familien finanziell entlastet."

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