Warnemünde: Befallsfestellungen in neuer Ausrichtung

Am Mittwoch sind die aus Warnemünde geborgenen Birkensegmente im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock von den Experten untersucht worden.

Die Birken sind von Experten untersucht worden. Bild: GABOT.

Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Form der Bohrgänge gelegt, die Hinweise auf den Verursacher ermöglichen. Hierbei ist auch eine lebende Larve gefunden worden, die zur zweifelsfreien Bestimmung mit weiteren Proben Bohrmehl auf dem Weg in das Nationale Referenzlabor, dem Julius-Kühn-Institut, ist. Dort werden die Proben mittels PCR auf DNA-Spuren des Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) geprüft.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Larve nicht um den befürchteten ALB. Sondern es könnte sich um ein heimisches Insekt, den Schadschmettering „Blausieb“ (oder Kastanienbohrer) handeln. Das Fraßbild des Blausiebs ähnelt den Schäden des ALB sehr. Die Bohrlöcher dieser holzbohrenden Schmetterlingsart sind ebenfalls im Durchmesser etwa einen Zentimeter groß. Das Blausieb bevorzugt aber in der Regel geringe Baumhöhen zur Eiablage, was bei vorliegendem Fund nicht der Fall war.

Die weiteren Untersuchungen werden nun eher in Richtung eines Ausschlusses des ALB fortgeführt. Dies ist deshalb unbedingt notwendig, weil beide Schadinsekten auch gemeinsam an einem Wirtsbaum leben können. Zur weiteren Abklärung des Verdachtsfalles muss in Kürze eine zweite Birke abgenommen werden, die mehrere Ausbohrlöcher aufweist. An den befallenen Stammabschnitten werden die Untersuchungen wiederholt. (LALLF)

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