VGL NRW: Fotowettbewerb "Rettet den Vorgarten" 2020

Am 31. August war Einsendeschluss für den Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“, der vom Verband Wohneigentum NRW gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts-und Sportplatzbau NRW (VGL NRW) und dem Landesverband der Gartenbauvereine NRW unter der Schirmherrschaft von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser ausgelobt wurde.

Der Fotowettbewerb der Verbände will diesem Schotter-Trend entgegenwirken und beweisen, dass NRW im Vorgarten auch anders kann. Bild: GABOT.

Seit Anfang April konnten Privatgartenbesitzer in ganz Nordrhein-Westfalen Fotos ihrer Vorgärten einsenden, zu gewinnen gab es jeweils einen Gutschein für eine landschaftsgärtnerische Dienstleistung im Wert von 1000 Euro. Aus den rund 200 Einsendungen wurden nun die fünf Gewinnergärten sowie ein Sonderpreis ermittelt.

Gegen Schotterwüsten, für ein lebendiges Wohnumfeld

Der Wettbewerb, der nun bereits zum zweiten Mal durch die drei Verbände ausgerichtet wurde und in diesem Jahr zudem die Umweltministerin als Schirmherrin hat,richtet die Aufmerksamkeit auf die Fläche vor der Haustür: Viel zu oft entdeckt man heutzutage graue, sterile Steinflächen in Wohnsiedlungen, die den Bereich zwischen Straße und Haus zieren. Vergebens sucht man hier nach Merkmalen wie Pflanzenvielfalt, Bodenschutz, Flächenentsiegelung und Lebensraum für Insekten und Tiere.Dabei sind genau diese Aspekte so wichtig für den Klima-und Umweltschutz: "Grüne Infrastruktur hat im Rahmen unserer Klimaanpassungsmaßnahmen einen ganz entscheidenden Stellenwert", so Ministerin Ursula Heinen-Esser. Gerade auch in den Großstädten sei es oft bis zu 10 Grad wärmer als außerhalb - Grün könne hier helfen, diese Temperaturen zu senken.Somit haben auch begrünte Vorgärten in Wohngebieten einen großen Anteil daran, Hitzeansammlungen gerade im Hochsommer merklich zu reduzieren.

Auch die Preisträger des Fotowettbewerbs beziehen beim Thema Schotterwüsten im Wohnumfeld ganz klar Position und sprechen sich gegen das häufig genannte Argument aus, dass eine Schotterfläche pflegeleichter sei: „Beim Thema Garten ist viel mehr Aufklärungsarbeit gefragt“, findet Gewinnerin Ute Dahm. „Denn viele Gärten sind nur so pflegeintensiv, weil die Standortverhältnisse nicht berücksichtigt werden. Das demotiviert dann viele und so entstehen diese Steinwüsten vor der Haustür, die vermeintlich pflegeleichter sind –als Garten kann man das jedoch nicht mehr bezeichnen.“Auch Gewinnerin Iris Hoffmann plädiert für artenreiche und naturnahe Vorgärten: „Es kommtdabei lediglich auf die richtige Planung und Bepflanzung an.Jeder sollte sich seiner Verantwortung für die Natur und Artenvielfalt bewusst sein und kann mit einer naturnah gestalteten Fläche - egal ob privat, gewerblich oder städtisch –ein nachahmenswertes Vorbild für andere sein.“

Der Fotowettbewerb der Verbände will diesem Schotter-Trend entgegenwirken und beweisen, dass NRW im Vorgarten auch anders kann: Stauden, Sträucher, Bäume und Orte, die zum Verweilen einladen. Die Gewinnergärten gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie grün und blühend ein Vorgarten gestaltet werden kann. (VGL NRW)

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