Natur im Garten: Ergonomisches Gärtnern leicht gemacht

Hochbeete liegen voll im Trend – egal, ob im Garten, auf der Terrasse, oder auf dem Balkon.

„Bleib gesund, erhol dich im Garten“ – Gestalten Sie Garten, Terrasse und Balkon zu Ihrer persönlichen Wohlfühloase. Bild: Adobe Stock.

Ein Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile: es liefert hohe Erträge, entlastet bei der Arbeit den Rücken und kann individuell bepflanzt und gestaltet werden. Jetzt im Herbst ist die beste Zeit zum Befüllen des Hochbeets, da die benötigten Füllmaterialien reichlich im Garten vorhanden sein sollten. Bei der Anlage kann mittig eine Wurmbox integriert werden, so hat man gleich eine kleine Kompostfabrik unmittelbar dort, wo die Nährstoffe gebraucht werden. Ist das Hochbeet fertig befüllt, lässt sich im Winter gemütlich die Bepflanzung planen. Dabei gilt stets: Mischkultur und Fruchtfolge sorgen für gesunde Pflanzen und prächtiges Wachstum.

„Ein im Urban Gardening gerne genutztes System, welches sich auch hervorragend für Balkon und Terrasse eignet und im Prinzip wie ein variabel gestaltbares Mini Hochbeet funktioniert, kann aus Bäckerkisten beziehungsweise durchbrochenen Eurobehältern gebaut werden. Die Kisten können jedes Jahr wieder verwendet, befüllt und bepflanzt werden“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Bei schweren Böden sollte unterhalb des Hochbeets eine etwa 15 cm hohe Kiesschicht als Drainage angelegt werden. Kleiden Sie den Bodenbereich des Hochbeets vor der Befüllung zudem mit Wühlmausgitter aus. Achten Sie darauf, das Gitter auch an den Seitenwänden 20 cm hoch hinaufzuziehen. Um das Holz vor Verrottung zu schützen und die Austrocknung der Erde zu verringern, kann Noppenfolie verwendet werden. Befestigen Sie diese mit den Noppen zum Holz weisend an den Innenwänden des Hochbeets. Nun wird mit der Befüllung begonnen. Dann wird die unterste 40 cm hohe Schicht, der sogenannte „Holzkern“, aus Strukturmaterial wie Ästen, Zweigen und Strauchschnitt (Stärke bis etwa daumendick) gebildet. Darauf wird eine 20 cm dicke, lockere Lage gemischt aus Häckselgut, Laub, Grasschnitt oder anderem verrottbaren Material aufgebracht. Die abschließende Schicht besteht aus 20 cm Grobkompost und 20 cm gut reifem Feinkompost zur Hälfte mit Gartenerde abgemischt. Das Substrat wird sich über den Winter noch etwas senken, häufen Sie die letzte Schicht hügelförmig an. So lässt sich die Erde im kommenden Jahr einfach gleichmäßig verteilen. Mulchen Sie das Hochbeet zuletzt mit einer Schicht aus gesundem Laub und beschweren Sie dieses mit Reisigzweigen, damit es nicht verweht wird. (Natur im Garten)

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