Italien: Gutes Marktniveau bei Gartenbaumaschinen

Die Verkaufszahlen für Maschinen und Geräte für den Garten- und Landschaftsbau deuten auf einen Rückgang (-7,4 %) in den ersten drei Monaten des Jahres hin, nachdem im Jahr 2021 ein Rekordwachstum verzeichnet wurde.

Gute Zahlen bei Galabaumaschinen in Italien. Bild: GABOT.

Variablen im Zusammenhang mit der Wetterentwicklung und der Versorgung mit Industrierohstoffen könnten den Markt in den kommenden Monaten beeinflussen, obwohl die Prognosen für das Jahresende immer noch hohe Verkaufsmengen erwarten lassen. Der italienische Markt für Maschinen für den Garten- und Landschaftsbau hat sein gutes Niveau auch in den ersten Monaten dieses Jahres bestätigt.

Nachdem das Jahr 2021 mit einem Zuwachs von 14% (1.660.000 verkaufte Fahrzeuge insgesamt, aufgeteilt in motorisierte und manuelle Fahrzeuge) und mit einer besonders brillanten Entwicklung für fast alle Typen abgeschlossen wurde, verzeichnete der Sektor in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 einen Rückgang von nur wenigen Prozentpunkten bei gleichbleibend hohem Volumen. Die Berechnung der Verkäufe - durchgeführt vom Verband der Comagarden-Hersteller (FederUnacoma) und der statistischen Erhebungsgruppe Morgan - zeigt einen Rückgang von 7,4% im Zeitraum Januar-März im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2021, ein Verlust, den der Verband als physiologisch betrachtet im Vergleich zu dem beeindruckenden Anstieg (+39,4%), der im ersten Quartal des letzten Jahres verzeichnet wurde.

"Bei der Betrachtung der Daten für das Quartal 2022", so Federica Tugnoli, Betriebssekretärin von Comagarden, "sind leichte Rückgänge bei den wichtigsten Typen zu erkennen, wie z.B. bei Freischneidern, die nur 2,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verloren haben, bei Kettensägen, die 5,4% verloren haben, und bei Rasenmähern, die um 8,1% zurückgegangen sind".

Gebläse/Sauger hingegen sanken um 11,1%, Heckenscheren um 17,1% und Rasentraktoren um 13,1%, wobei letztere einen etwas stärkeren Rückgang als die Trimmer (-11,9%) verzeichneten. Zu den Gerätetypen mit den stärksten Rückgängen gehörten Sprühgeräte (-29,3%) und Schneepflüge (-22,3%), während die gegenläufige Entwicklung bei Rasenscheren, die um 27,8% zulegten, bei Astscheren (+13,2%) und bei professionellen Nullwendegeräten (+8,5%) zu beobachten war. In diesem Zusammenhang bestätigen die Akkugeräte den guten Trend der letzten Jahre und zeigen auch im ersten Quartal 2022 eine positive Dynamik: Während Heckenscheren, Gebläse/Sauger und Akku-Rasenmäher einen begrenzten Verlust verzeichnen (10,6%, 4% bzw. 2,6%), verzeichnen alle anderen Typen des Segments (Trimmer, Astscheren, Kettensägen, Freischneider und Rasenscheren) deutliche Zuwächse zwischen 11 und 28%. Bei der Analyse der Faktoren, die den Verkauf auf dem heimischen Markt beeinflussen, verwies man vor allem auf die Wettervariablen.

"Die Saison war insofern ungewöhnlich, als dass die kalte Witterung auch in den ersten Frühlingswochen anhielt", so Federica Tugnoli, "und aufgrund der fehlenden Niederschläge auch weiterhin anhält; die Kombination dieser beiden Faktoren führt zu einer Verlangsamung der vegetativen Aktivität der Pflanzen und damit zu einer Verzögerung der Pflegearbeiten, die sich im Kauf spezifischer Maschinen niederschlägt."

Die Marktentwicklung wird aber auch von Faktoren beeinflusst, die mit der Dynamik der Produktions- und Handelskette zusammenhängen, siehe insbesondere die Verlangsamung der Produktion aufgrund des Mangels an Kunststoffen und Eisenwerkstoffen für die Herstellung von Maschinen und den imposanten Anstieg der Energiekosten, die zu einer Verzögerung der Lieferzeiten führen und bereits den Abbau der Lagerbestände für einige Fahrzeugtypen verursacht haben.

Das Versorgungsproblem der Branche ist eine Variable, die für einen großen Teil des Jahres schwer wiegen wird: Die Energiekosten sind nach wie vor sehr hoch und die Rohstofffront scheint ebenso kritisch. "Das Risiko", so Tugnoli abschließend, "besteht darin, dass die steigenden Produktionskosten zu einem Anstieg der Preislisten führen werden, was vor allem das private und das Hobby-Publikum abschrecken könnte, das in der Zeit des Stillstands die grüne Pflege wiederentdeckt hatte und sich teilweise neuen Interessengebieten zuwenden könnte. Abgesehen von möglichen Schwankungen sind für das laufende Jahr jedoch keine Schocks zu erwarten."

Auf der Grundlage der Branchenbeobachtung geht Comagarden davon aus, dass das Jahr 2022 in Bezug auf die Absatzmengen weiterhin gut sein wird. Die Prognosen deuten auf einen Rückgang von höchstens 5,4% bis zum Jahresende auf insgesamt rund 1.570.000 verkaufte Einheiten hin, eine Menge, die auf jeden Fall über der von 2020 liegt und auch im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre. (FederUnacoma)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.