Im Interview: Thomas Schmale

15 Jahre lang führte Thomas Schmale den Fachverband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg (FGL HH) als Vorsitzender. Während seiner Amtszeit prägte er den grünen Berufsstand in der Hansestadt in vielerlei Hinsicht.

Thomas Schmale. Bild: Fachverband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg.

Herr Schmale, 15 Jahre Verbandsvorsitz – Das ist eine lange Zeit!

In der Rückschau waren die 15 Jahre für mich gar nicht so lang. Als ich 2006 den Verbandsvorsitz von Hanns-Jürgen Redeker übernahm, der damals BGL-Präsident wurde, habe ich gesagt: „Ich mache das nur, wenn wir die Aufgaben im Vorstand gleichberechtigt verteilen und jeder seinen Bereich hat, den er eigenverantwortlich betreut. Und das hat immer wunderbar funktioniert! Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand, unserem Geschäftsführer Dr. Michael Marrett-Foßen, dem Team im Hamburger Haus der Landschaft (HHL) und unseren Mitgliedsbetrieben war immer angenehm, produktiv und von großem Vertrauen geprägt. Mein Ehrenamt war somit für mich sehr bereichernd.

Was waren Ihre persönlichen Highlights?

Ich werde nie die intensive Zeit vergessen, in der wir den Bau den HHL am Hellgrundweg geplant haben, wo der Hamburger Fachverband seit 1972 ansässig ist. Das alte Gebäude war marode, und wir wollten an diesem Standort neu bauen. Die Genehmigung zu bekommen, war ein echter Kraftakt. 2008 habe ich in der Mitgliederversammlung von der damals bestehenden Finanzierungslücke in Höhe von 200.000 Euro berichtet und in die Runde gefragt, welche Mitgliedbetriebe bereit wären, das Bauprojekt mit einem Kredit zu unterstützen. Das war eine vollkommen spontane Idee. Innerhalb von 30 Minuten hatte der Verband das Geld zusammen. Das war unglaublich und hat mich wirklich begeistert und berührt. 2009 konnten wir das HHL in Anwesenheit der Senatorin Anja Hajduk einweihen. Das war ein großer Moment!

Gab es noch weitere Höhepunkte?

Die gab es! Die Internationale Gartenschau 2013 mit ihrem Inselpark zum Beispiel, mit der uns städteplanerisch der Sprung über die Elbe zum damals eher benachteiligten Stadtteil Wilhelmsburg gelang. Die Idee zur IGS hatte übrigens Hanns-Jürgen Redeker im Jahr 1993. 20 Jahre später wurde sie dann realisiert. Auch die beiden Pop-up Parks in Hamburg waren ein toller Erfolg für unseren Berufsstand. Und dann war da natürlich das 50-jährige Verbandsjubiläum, das wir 2019 im Rahmen unserer GaLaBau-Fachtagung mit rund 320 Gästen und Wegbegleitern gefeiert haben.

Sie hinterlassen dem FGL HH zum Ende Ihrer Amtszeit eine neue, hochmoderne Ausbildungshalle, deren Bau Sie auf den Weg gebracht haben. Ist das ein weiteres Herzensprojekt?

Ja absolut! Die neue Halle bietet deutlich mehr Raum für unsere Überbetriebliche Ausbildung. Mein Dank geht hier insbesondere an die Jan und Helga Baumann-Stiftung, die uns mit nahezu der Hälfte der Kosten unterstützt. Wir freuen uns auf die Einweihung im Sommer!

Vielen Dank!

Die Interview führte Antje Kottich.

 

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