Gardena: Spatenstich für Erweiterung des Werks Heuchlingen

Mit einer Investition in Höhe von rund 15 Mio. Euro erweitert Gardena seine Kapazität und stärkt den Produktionsstandort im Ortsteil Heuchlingen der Gemeinde Gerstetten.

So wird das Gardena-Werk Heuchlingen im September 2020 nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus mit 5000 Quadratmetern zusätzlicher Produktionsfläche aussehen. Bild: WOLF Planung, Heidenheim.

Mit dem Spatenstich haben am Freitag offiziell die Bauarbeiten für eine Erweiterung des Gardena-Werks in Heuchlingen begonnen. Rund 15 Mio. Euro investiert das Gartenunternehmen aus Ulm in rund 5000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche, neue Maschinen und Automatisierung sowie eine neue Kantine.

Kapazitätserweiterung folgt der positiven Geschäftsentwicklung

In dem modernen Fertigungsbetrieb werden jährlich etwa 13.500 Tonnen Kunststoff im Spritzgießverfahren verarbeitet und die Produkte teilweise zu fertigen Baugruppen montiert, zum Beispiel für die bekannten Schlauchkupplungen oder Gartenbrausen. Mit der Erweiterung soll die Kapazität bei geplanter Fertigstellung im September 2020 um 10% erhöht werden und für die Zukunft weiteres Wachstumspotential bieten.

Erforderlich wurde der Ausbau durch die fortgesetzt erfolgreich Geschäftsentwicklung der Marke Gardena und der damit einhergehenden Absatzsteigerung. In den Jahren 2015 bis 2018 hatte das Unternehmen seinen weltweiten Umsatz um 46% auf 663 Mio. Euro steigern können.

„Wir arbeiten in diesem Werk bereits im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr bei durchgehend hoher Auslastung unserer Kapazitäten. Ohne die Erweiterung könnten wir die weiterhin steigende Nachfrage nicht mehr bedienen“, erläutert Werkleiter Michael Kieser.

Entlastung von Verkehr und Umwelt

Wenn das Gebäude fertiggestellt ist, werden hier neue Maschinen und Produktionsanlagen einziehen. Zusätzlich wird die interne Produktionslogistik erweitert. Dadurch werden künftig zahlreiche Zulieferverkehre von Außenlagern entfallen. Internen Berechnungen zufolge können nach Fertigstellung jährlich rund 1.000 Lkw-Fahrten à 40 Kilometern entfallen, was die Straßen in der Region deutlich entlasten wird und zudem einer Einsparung von etwa 43 Tonnen an CO2-Emissionen jährlich entspricht.

Auch werden am Standort einige zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Bereits heute ist Gardena der größte Arbeitgeber in Heuchlingen mit derzeit rund 300 Beschäftigten.

Stärkung des Standorts und Bekenntnis zur Region

Auch die Planung und Ausführung des Neubaus liegt in Händen von Unternehmen aus der Region. Gardena hat die Firma Wolf Planung aus Heidenheim und die Firma Franz Traub aus Aalen-Ebnat mit der Bauausführung beauftragt.

„Der Standort Heuchlingen war das erste produzierende Werk des Herstellers. Infolge wurde das Werk kontinuierlich ausgebaut und kontinuierlich in die neueste Technologie investiert. Heute gehört es zu den modernsten kunststoffverarbeitenden Betrieben Deutschlands. Mit der aktuellen Investition bleibt dieser Standort auch weiterhin international wettbewerbsfähig und eine der tragenden Säulen unseres Geschäftserfolgs“, sagt Wolfgang Engelhardt, verantwortlich für die weltweiten Produktionsstätten von Gardena.

Seit 1968 hatte zunächst die Firma Wara-Plast mit damals 20 Mitarbeitern im Turbinenhaus des ehemaligen Dieselkraftwerks Kunststoffteile für Gardena produziert. Ab 1970 hatte sich Gardena zunächst an dem damaligen Zulieferer beteiligt und diesen später komplett übernommen. (GARDENA)

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