Fortbildungsbezeichnungen: Status quo erhalten

Ausschussberatung zum Entwurf des „Gesetzes zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung“ (BBiMoG).

Das Gebäude des Bundesrates. © Bundesrat.

Anlässlich der im Bundesrat stattfindenden Ausschussberatung zum Entwurf des „Gesetzes zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung“ (BBiMoG) kritisieren der Handelsverband Deutschland, Gesamtmetall, der Deutsche Bauernverband und der Bundesverband der Freien Berufe erneut die Pläne der Bundesregierung und der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, die die neuen Fortbildungsbezeichnungen „Geprüfter Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ einführen will.

Die Verbände appellieren in einem gemeinsamen Positionspapier an die zuständigen Ministerinnen und Minister der Bundesländer, die irreführenden Bezeichnungen nicht einzuführen und den Status quo zu erhalten. Die neuen Bezeichnungen erhöhen keinesfalls die Attraktivität der beruflichen Bildung und stellen ohne Not die bisherigen angesehenen Fortbildungsbezeichnungen in Frage. Sie würden das anerkannte und vertraute System der beruflichen Bildung unnötig schwächen, bringen weder Vorteile noch führen sie zu der vom Gesetzgeber beabsichtigten Transparenz. Stattdessen schaffen sie Verwirrung und eine Verwechslungsgefahr mit den akademischen Bildungsabschlüssen „Bachelor“ und „Master“, insbesondere bei der Berufsorientierung. Auch international führen die neuen Bezeichnungen nicht automatisch zu mehr Transparenz, da im Ausland ein Bachelor-/Master-Abschluss mit einem Hochschulabschluss verbunden wird, der de facto bei der beruflichen Bildung nicht vorliegt.

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