FgB: Aufgabenvielfalt für Baumpfleger bleibt

Baumpflegefachtagung des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger in Grünberg.

Sebastian Stang, Bürgermeister von Grebenhain, Diplom Forstwirt und Forstassessor, sowie zertifizierter Baumkontrolleur und berichtete von den Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung und deren Auswirkungen auf die hiesige Infrastruktur. Bild: FgB/Cremer.

Die Vielfalt der Aufgabenfelder und Herausforderungen in der Baumpflege wurden bei der diesjährigen Baumpflegefachtagung des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger e. V. (FgB) vom 27. bis 29. Mai 2022 in Grünberg deutlich.

Der Rechtsexperte im Bereich Baum, Rainer Hilsberg berichtete u.a. über Haftungsfragen zu Zusatzkontrollen nach extremen Wetterereignissen, Verkehrssicherungspflichten im privatrechtlichen Bereich sowie dem Kontrollrecht für Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Jürgen Unger berichtete über den Umgang mit einer durch Eingriffe geschädigten Blutbuche, die trotz erheblichen Schäden durch Baumaßnahmen mit fehlender Baumschutzfachlicher Baubegleitung erhalten wird. Auch wurde die Kommunikation zwischen Baumpflegern und Kunden beleuchtet. Dr. Philipp Schönfeld zeigte anhand verschiedener Forschungsergebnisse wie das des Projektes Klimabäume 2021, welche Bäume in welchen Lebensbereichen beheimatet und welche Bäume an welchen Standorten geeignet sind.

Andreas Schulz setzte Investitionskosten einer neuen und einer gebrauchten Hubarbeitsbühne mit Mietkosten ins Verhältnis. Darüber hinaus wurden Strategien zur Analyse, Kalkulation und Deckung eines Bedarfs im Bereich der Maschinen und Geräte vorgestellt.

Das diesjährige Fachverbandsseminar startete am Freitag, den 27. Mai, mit einer Exkursion in die Vulkanregion Vogelsberg. In diesem Rahmen demonstrierte die Firma Leitsch Baumpflege die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (ESP) mittels Saugverfahren und Sprühkanone. Des Weiteren war die Münchner Kletterschule vor Ort und zeigte neue Techniken und Geräte zur Seilklettertechnik (SKT). Die Baumpflegefirma Rode stellte verschiedene Atemmasken zur EPS-Schutzausrüstung vor. Carsten Beinhoff repräsentierte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Bereits am Vortag fand eine Schulung zu Richtlinien für die Sicherheit von Arbeitsstellen an Straßen der Firma Baumgenossen unter der Leitung von Ralf Nonn statt. Dabei wurde klar, wer genehmigte Regelpläne korrekt aufbaut, ist sicher vor rechtlichen Konsequenzen, wenn etwas durch den Eingriff in den Straßenverkehr im Zuge der Baustelle passiert. (ZVG/FgB)

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