Eschen: Von asiatischem Pilz bedroht

Eschen sind von einem aus Ostasien eingeschleppten Schlauchpilz bedroht.

Geschädigte Eschen, Quelle: ZALF.

Die Gewöhnliche Esche zeige eine hohe Anfälligkeit gegenüber Hymenoscyphus fraxineus, die sich inzwischen in fast ganz Europa ausgebreitet habe, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Der Pilz überwintert den Angaben zufolge an abgefallenen Blattspindeln der Esche und bildet dort kleine Fruchtkörper. Die Sporen werden über den Wind verbreitet. Über die Blätter kann der Pilz in die Triebe eindringen. In der Folge können Triebe und Äste absterben. Der Pilz kann zudem über die Wurzel den Stamm befallen und Stammfußnekrosen verursachen, was wiederum Schäden durch andere Pilze begünstigen kann wie die Stockfäule.

Das Entfernen der Blätter im Wald kommt nach Ansicht der Regierung im Kampf gegen den Pilz nicht infrage. Ein beschleunigter Aushieb von Eschen sei umstritten, weil damit die Chance vertan werde, dass sich die Bäume natürlich verjüngen und die Art langfristig erhalten bleibe. Auch eine Behandlung mit Fungiziden werde derzeit als nicht sinnvoll eingestuft.

Das Landwirtschaftsministerium habe einen Koordinierungskreis gebildet, der sich mit dem Problem befasse. Die Forstwirtschaft selbst könne die Verbreitung des Pilzes nicht aktiv unterbinden. Für ältere Bestände werde eine "hinhaltende" Bewirtschaftung empfohlen. Befallene Bäume sollten rechtzeitig genutzt werden. Von Eschenpflanzungen werde derzeit abgeraten. (hib/PK)

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