Die Raumbegrüner: ‚social distancing‘ in Grün

Trennwände aus lebenden Pflanzen statt Bodenmarkierungen für nötige Distanz.

Die ‚planted wall‘ macht den urban jungle zum mobilen Abstandhalter. Hier bringt sie Dracaenen, Monstera, Scindapsus, Schefflera und die zweifarbige Aglaonema samt ihrer luftreinigenden Wirkung ins Büro. Bild: die Raumbegrüner.

Markierungen auf den Boden kleben, Getränkekisten stapeln, Einkaufswagen einsetzen – Corona hat zu einer Menge Abstandhalter geführt. Für den Arbeitsplatz gibt‘s eine einfache Lösung, die sympathisch ist und zudem doppelt gesund: Trennwände aus lebenden Pflanzen.

Der Möglichkeiten gibt es viele: Mobile Pflanzen-Paravents, die sich dorthin rollen lassen, wo sie gebraucht werden. Pflanzgefäße, die auf Sideboards eine natürliche Barriere bilden. Niedrige Pflanzen, die eine Art Hecke bilden. Oder große Pflanzen, die wie Alleebäume die Wegeführung vorzeichnen.

Sie alle wirken im Hinblick auf Corona als effektives Schutzschild – und sie sind bioaktiv. Schon rein physikalisch wirken sich lebende Pflanzen positiv aus: Sie verbessern das Raumklima, reinigen die Luft, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sparen dabei sogar noch Energiekosten.

Pflanzen: Hochwirksame Luftbefeuchter ohne Nebenwirkungen

Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist einer der wichtigsten Faktoren zur Gesunderhaltung – und mit nur 20% oft viel zu niedrig. Die Arbeitsstättenrichtlinie schreibt 45 bis 65% Luftfeuchte vor. Da leisten Pflanzen hochwirksame Luftbefeuchtung ohne Nebenwirkungen: Sie verdunsten aktiv über ihre Blattatmung.

Eine große Zimmerpflanze mit einer Blattfläche von sechs Quadratmetern kann in 24 Stunden bis zu zwei Liter verdunsten. Auch über die Substrat-Oberfläche – z.B. Pflanzerde oder Blähton – verdunsten Pflanzen Teile des Gießwassers als reinen Wasserdampf.

Bioaktive Reinigung der Raumluft

Diese natürliche Luftfeuchtigkeit entstaubt den Raum, der Wasserdampf kondensiert an den Schadstoffpartikeln in der Luft und drückt sie zu Boden. Auch umherfliegende Krankheitserreger werden so förmlich „niedergemacht“.

Davon profitiert der Mensch: „Enthält die Luft zu wenig Feuchtigkeit, bleiben Erreger länger in der Luft und können sich stärker verbreiten. Zugleich trocknen in unseren oberen Atemwegen die Schleimhäute aus, das schwächt die körpereigenen Schutz- und Reinigungsfunktionen“, erklärt Lutz-Peter Kremkau, Geschäftsführer der bundesweiten Initiative ‚die Raumbegrüner‘. „So senken Zimmerpflanzen nachweislich die Anfälligkeit für Erkältung und Grippe.“

Raumbegrünung für die Gesunderhaltung von Mitarbeitern

Ihre Heimat sind die tropischen und subtropischen Wälder der Erde, wo sie als grüne Lungen des Planeten unersetzlich sind. Die gleiche Funktion übernehmen sie in unseren Räumen, wo sie Geruch und Akustik verbessern und überdies die Raumluft von Schadstoffen filtern, erklärt Kremkau.

Das alles tun Zimmerpflanzen geräuschlos, voller Anmut und Stil. Sie schaffen ein natürliches Ambiente, das Wohlgefühl, Konzentration und Motivation fördert. Damit können Ficus, Philodendron & Co. unsere Produktivität um bis zu 15%  steigern, wie wissenschaftliche Feldversuche in Büros belegt haben (Nieuwenhuis, M., et al. The relative benefits of green versus lean office space).

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beschreibt die grünen Effekte als „Wirkungsbündel“. Schon eine Komposition aus Gefäß und Pflanze schafft physische und visuelle Verbindungen zur Natur.

Für den Einzug von lebendem Grün in Büros und Arbeitsräume findet sich eine große Auswahl an Gefäßen verschiedenster Materialien und in allen denkbaren Farben. Großgefäße sind sogar in den individuellen Firmenfarben zu haben.

Die Zimmerpflanzen brauchen gute Licht- und ähnliche Wärmeverhältnisse wie wir Menschen, um langfristig gedeihen zu können. Welche Pflanzen genau für welche Räume ideal sind, das wissen die Spezialisten vom Qualitätsverbund „die Raumbegrüner“. Bei Bedarf rüsten sie Standorte auch mit dem richtigen LED-Licht oder einer automatischen Bewässerung aus. (die Raumbegrüner)

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