Rukwied: Scholz-Vorschlag verdrängt Landwirtschaft

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, kritisiert die Äußerungen von Bundeskanzler Olaf Scholz, den Mindestlohn auf 15 Euro anzuheben, in aller Schärfe.

Für die Entscheidung über die Anpassung des Mindestlohns prüft die Mindestlohnkommission in einer Gesamtabwägung, welche Höhe des Mindestlohns geeignet ist, zu einem angemessenen Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen und Beschäftigung nicht zu gefährden. Bild: GABOT.

„Wenn der Mindestlohn in Deutschland kurz- oder mittelfristig auf 15 Euro steigen würde, käme das einem Kahlschlag für den heimischen Anbau von Sonderkulturen wie Obst, Gemüse und Wein gleich. Dieser Vorschlag verdrängt landwirtschaftliche Erzeugung ins Ausland. Wie sollen wir deutschen Bauern im europäischen Wettbewerb bestehen, wenn viele unserer Nachbarn einen deutlich geringeren Mindestlohn haben? So wird Landwirtschaft in Deutschland keine Zukunft haben,“ sagte Rukwied.

"Ich bin klar dafür, den Mindestlohn erst auf 14 Euro, dann im nächsten Schritt auf 15 Euro anzuheben", hatte Bundeskanzler Scholz zuvor dem Magazin "Stern" gesagt. Seit dem 1. Januar 2024 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 12,41 Euro je Zeitstunde. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat Anspruch auf die Zahlung eines Arbeitsentgelts in Höhe dieses Mindestbruttolohns.

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