ZVG: Lehnt CO2-Bepreisung für Gartenbaubranche weiter ab

Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) warnt erneut vor einer CO2-Bepreisung fossiler Energieträger für den Gartenbau.

Offener Brief an Klöckner und Schulze vom Zentralverband Gartenbau e.V.. Bild: ZVG.

Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) hat sich in einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sowie an die Bundesumweltministerin Svenja Schulz und an die zuständigen Landesminister gewandt und vor den Auswirkungen eine CO₂-Bepreisung auf fossile Energieträger für den Gartenbau gewarnt.

Darin verweist ZVG-Präsident Jürgen Mertz auf die Berechnungen des ZVG, wonach eine solche CO₂-Bepreisung zu massiven Steigerungen der Produktionskosten im Unterglas-Anbau von Gemüse und Zierpflanzen führen würde. Dadurch käme es zu einer Gewinnminderung von bis zu 31%.

„Die Belastungen wären für die Betriebe nicht zu schultern“, führt Mertz in dem Brief aus. Sie würden den bereits seit Jahren anhaltenden Strukturwandel im Gartenbau massiv beschleunigen. Zudem stünden nicht mehr ausreichend finanzielle Mittel für Investitionen in energieeffiziente Maßnahmen und die Umstellung auf regenerative Energien zur Verfügung.

Hinweise auf eine Überwälzung der Mehrkosten in Form höherer Preise für Waren und Dienstleistungen an die Haushalte sind nach Auffassung des ZVG „fahrlässig und verkennen nicht nur die Importdominanz im gartenbaulichen Markt, sondern auch die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels und den daraus resultierenden Preisdruck auf die Obst, Gemüse und Pflanzen produzierenden Betriebe“. Teilweise nutzen die Betriebe CO₂ zur Kulturführung im Gemüsebau und kauften es von naheliegenden Kraftwerken oder aus der Industrie zu.

Der ZVG spricht sich für sektorspezifische Instrumente aus und verweist auf das erfolgreiche Bundesprogramm Energieeffizienz. (ZVG)

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