ZVG: Erweitertes Präsidium tagte in Berlin

Wie der Gartenbau angesichts steigender Herausforderungen bei Klima-, Umwelt- und Insektenschutz bestehen und weiterentwickelt werden kann, war Schwerpunkt beim Erweiterten Präsidium des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) am 16. Januar 2020 in Berlin.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz warf auf der Sitzung des erweiterten Präsidiums einen Blick in das Verbandsjahr 2020 und zog Bilanz für 2019. Bild: ZVG.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz sprach auf der Tagung des Erweiterten Präsidium des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) von einem Jahr der Herausforderungen, aber auch von einem Jahr der Chancen. Mit Blick auf die allgegenwärtigen Klimadiskussionen und die daraus resultierenden politischen Entscheidungen sprach sich Mertz dafür aus, den „Weg der Kommunikation“ weiter zu gehen und die Bedürfnisse der gärtnerischen Betriebe zu erklären und gemeinsam Kompromisse zu entwickeln. Der Verbandspräsident bedauerte, dass wichtige Themen der Branche, beispielsweise die Verfügbarkeit von Pflanzschutzmitteln, Düngung oder Pflanzenzüchtung in den Medien oftmals verkürzt dargestellt würden und für den Verbraucher nicht verständlich seien.

Mertz hob die Leistungen des Gartenbaus bei Arten- und Sortenvielfalt hervor. So weisen zum Beispiel Untersuchungen der Universität Hohenheim und des Kompetenzzentrums Gartenbau eine hohe biologische Vielfalt in konventionell bewirtschafteten Obstanlagen nach. Dieser aktive Beitrag zur Biodiversität wird nicht ausreichend wertgeschätzt, kritisierte Mertz.

Der Verbandspräsident verwies auch auf die Verantwortung der Verbraucher und Privatgärtner. In diesem Zusammenhang stellte Mertz die neue Verbraucherbroschüre des ZVG „Mit uns blüht’s auf!“ vor. Dort wird dem Verbraucher aufgezeigt, wie sie selbst auf kleinsten Raum Insektenvielfalt fördern können. Mit der Broschüre werden die gärtnerischen Betriebe in ihrer Informationsarbeit unterstützt. Die Möglichkeiten und Grenzen für Themen in den Medien zeigte Claudia Ehrenstein, Politikredakteurin bei der Tageszeitung „Die Welt“, auf. Aus der Sicht der Baumärkte analysierte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), Dr. Peter Wüst, die Zukunftsaussichten. Als wichtige Fähigkeit nannte er, auf gesellschaftliche Strömungen zu reagieren.

Ihre innovativen Unternehmen stellten Philipp Wißkirchen (K&P Wißkirchen GbR, Obstbau Meckenheim, NRW), Finn Schachtschneider (Schachtschneider Stauden und Marketing GbR, Dötlingen, Niedersachsen) und Vitus Würstle (Würstle Gartenland, Endverkaufsgärtnerei Fürstenfeldbruck, Bayern) vor. Wißkirchen berichtete von Kommunikationsoffensiven in Betrieben und in Städten, um mit dem Verbraucher direkt in Kontakt zu kommen. Schachtschneider sprach sich für mehr Engagement aus, um die Zukunftsfragen anzugehen. Würstle befürwortet eine aktivere Kommunikation. (ZVG)

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