Rabobank: Finanzlage verschlechtert sich durch Dürre

Die Finanzielle Situation des Gartenbau hat sich im letzten Quartal verschlechtert.

Die Rabobank stellt eine dürrebedingte Verschlechterung der Finanzlage fest.

Nach einem recht guten Start im Jahr 2018 hat sich die finanzielle Situation des Gartenbaus im letzten Quartal verschlechtert. Das berichtet die Rabobank, Hauptgeldgeber des niederländischen Gartenbaus.

Schuld daran seien die Marktbedingungen und der sehr heiße und trockene Monat Juli, schreibt die Bank in ihrem aktuellen „Tuinbouwupdate“. Die durchschnittliche finanzielle Situation im Gartenbau habe sich im abgelaufenen Quartal verschlechtert. Das Rabo-Gartenbau-Barometer sank von 7,2 auf 6,9. Besonders auffällig seien die großen Unterschiede in der Preisbildung zwischen den verschiedenen Sektoren und Kulturen. Der Preis für Gurken in Gewächshausgemüse war im ersten Halbjahr 2018 gut und lag über dem Fünfjahresdurchschnitt. Bei Paprika und unter Glas produzierten Erdbeeren war der Durchschnitt angemessen. Allerdings waren die Tomatenpreise schlecht und lagen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Bei Schnittblumen zeigten Chrysantheme und Lisianthus im Gegensatz zu Gerbera und Phalaenopsis eine gute Preisbildung. Insbesondere bei der Phalaenopsis ist der Umsatz im Durchschnitt um etwa 20% niedriger als prognostiziert, aber die Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen sind sehr groß. Bei Blumenzwiebeln ist der Lilienmarkt besonders besorgniserregend. Obwohl die Anbaufläche reduziert wurde, stellt sich die Frage, ob dies für die Erholung ausreicht. Die Ernte der Frühjahrskulturen war moderat. Es wird erwartet, dass das Finanzergebnis nicht ausreichend durch höhere Preise kompensiert wird. Einfluss der Trockenheit auf das Finanzergebnis.

Aufgrund der Trockenheit im Juli kann sich das Bild bei der nächsten Bewertung erheblich ändern. Das Wetter hat alle möglichen Auswirkungen auf das Finanzergebnis. Bei einer Reihe von Freilandkulturen wird die Produktion zunächst enttäuschend sein. Bei einigen Produkten, wie z.B. Eisbergsalat, scheint sich der Tagespreis deutlich verbessert zu haben. Unternehmen mit befristeten Verträgen haben ihre Produkte jedoch im Voraus verkauft und profitieren nicht davon. Aber auch die Tagespreise haben sich oft durch zu viel Spitzenproduktionen oder andere Essgewohnheiten der Verbraucher bei heißem Wetter verschlechtert.

Auch die Qualität einiger Produkte sei nachlassend. Dazu gehören Flecken auf Äpfeln, kürzere Haltbarkeit von Erdbeeren und Blaubeeren. Im Allgemeinen ist die Produktion aufgrund der geringeren Produktgröße geringer.

Bei Gewächshauskulturen sind die Auswirkungen der Trockenheit auf die Produktion noch am ehesten absehbar. Bei diesen Kulturen ist der Preiseffekt hauptsächlich auf die Hitzewelle zurückzuführen. Viele Regenauffangbecken seien inzwischen leer, aber die Unternehmer wüssten in der Regel, wie sie dies ausgleichen könnten.

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