Landgard: Erzielt neues Rekordergebnis

Landgard hat 2018 erneut die Vorjahresergebnisse übertroffen und fährt einen organischen Umsatz von 1,95 Mrd. Euro ein.

Das Führungsteam von Landgard: v.l. Dirk Bader, Carsten Bönig, Armin Rehberg, Bert Schmitz und Labinot Elshani. Bild: GABOT.

Landgard hat 2018 im fünften Jahr in Folge ein neues Rekordergebnis mit rein organischem Umsatzwachstum erzielt und sich trotz erneut sehr herausfordernden Rahmenbedingungen und sinkender Roherträge wieder deutlich besser entwickelt als die Märkte für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse insgesamt. Kälte, Nässe und Frost im Frühjahr sowie große Hitze und langanhaltende Trockenheit in den Sommermonaten führten zu produktionsbedingten Einbußen, höheren Produktionskosten, niedrigeren Abgabepreisen und Umsatzausfällen in Deutschland und Europa.

Die Erzeugergenossenschaft Landgard steigerte ihren Bruttoumsatz im Jahr 2018 mit organischem Wachstum auf über 1,95 Mrd. Euro. Das EBT konnte um mehr als 40% auf 19,3 Mio. Euro verbessert werden. Sowohl das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als Kennziffer der operativen Ertragskraft als auch das operative Geschäftsergebnis (EBIT) lagen mit 53,7 Mio. Euro bzw. 31,2 Mio. Euro erneut über den Ergebnissen des Vorjahres*.

Die positive Entwicklung wurde von beiden Geschäftsfeldern getragen. Das Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen entwickelte sich 2018, trotz extremer wetterbedingter Schwankungen und einem Jahrhundertsommer mit extremer und langanhaltender Trockenheit, mit einem Umsatzzuwachs von 2,1% positiver als der Markt. Diese Entwicklung resultiert aus der strategischen Ausrichtung der verschiedenen Geschäftsfelder, der flankierenden Serviceangebote für Kunden sowie der konsequenten Umsetzung der Produkt-, Vermarktungskonzept- und Lizenzpolitik als elementarem Baustein der Vertriebsaktivitäten. Darüber hinaus wurde für das im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen wichtige Fachhandelsgeschäft der „Cash & Carry Zukunftsmarkt Herongen“ vor der Frühjahrssaison 2018 neu eröffnet.

Das Geschäftsfeld Obst & Gemüse entwickelte sich im vergangenen Geschäftsjahr trotz teilweise sehr herausfordernden Wetterbedingungen mit einem unkonsolidierten Umsatzzuwachs von knapp 3% über dem Branchendurchschnitt. Dabei hat der unkonsolidierte Gesamtumsatz der Sparte abermals die Milliarden-Grenze überschritten. Im Geschäftsjahr betrug der unkonsolidierte Umsatz rund 1.080 Mio. Euro (Vorjahr: 1.047 Mio. Euro).

Die positive Entwicklung der Erzeugergenossenschaft Landgard im Geschäftsjahr 2018 zeigt sich auch im weiteren Abbau der Bankverbindlichkeiten auf knapp 200 Mio. Euro und dem kontinuierlichen Aufbau des Eigenkapitals durch die gestiegenen Geschäftsguthaben der über 3.000 Mitgliedsbetriebe. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Landgard eG konnte auf 62,7 Mio. Euro und damit gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Mio. Euro gesteigert werden.

Landgard hat Ende 2018, zwei Jahre vor dem möglichen Ablauf der vorherigen Finanzierung, eine neue, deutlich verbesserte langfristige Neufinanzierung abgeschlossen. Damit ist die Finanzierung der Erzeugergenossenschaft Landgard langfristig bis zum Jahr 2023 gesichert. Die neue Finanzierung hat eine maximale Laufzeit von fünf Jahren mit drei Jahren Grundlaufzeit und jeweils zweimal einem Jahr Verlängerungsoption. Das Zinsniveau konnte weiter marktgerecht optimiert werden und führt zu deutlich niedrigeren Finanzierungskosten für Landgard.

„Die positive Entwicklung der Erzeugergenossenschaft Landgard ist umso erfreulicher, wenn wir uns die Entwicklung rechts und links von Landgard ansehen. Das fünfte Jahr in Folge wesentliche Ergebnisverbesserungen in immer anspruchsvolleren Märkten bei sinkenden Roherträgen ist keine Selbstverständlichkeit. Für diese Entwicklung bedanken wir uns bei allen Beteiligten – unseren Mitgliedsbetrieben, Gremien, Mitarbeitern, insbesondere unseren strategischen Kunden und unseren Finanzierern und Partnern. Wir sollten nicht vergessen, dass solche Ergebnisse nur gemeinsam möglich sind. Als verantwortungsvoller Marktführer gilt es, permanent gerade in einer Null-Toleranz-Welt als Dienstleister mit ersthändigem Warenbezug Mehrwerte zu liefern. Dies erreichen wir mit unserer Strategie `Landgard, die genossenschaftliche Vermarktung 4.0 in der Grünen Branche´. Nur mit einer konsequenten Umsetzung können wir unsere verantwortungsvolle Marktführerschaft sichern und weiter ausbauen. Das `WIR´ stand und steht dabei für uns absolut im Mittelpunkt und ist der Kern unseres modernen genossenschaftlichen Handelns“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG.

Der Geschäftsbericht wurde zunächst den Vertretern der Landgard eG im Rahmen der Vertreterversammlung 2019 präsentiert. Jahresergebnis, Gewinnverwendung und Strategie wurden den Vertretern durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bert Schmitz und den Vorstandsvorsitzenden Armin Rehberg vorgestellt und einstimmig beschlossen.

Armin Rehberg stellte auf der Vertreterversammlung darüber hinaus die zukünftige Verzinsung der freiwilligen Geschäftsanteile für die Landgard Mitgliedsbetriebe von 2,5% sowie aktuelle Projekte vor. Beispiele sind der neue Landgard Standort im Norden als neue Drehscheibe des Überseegeschäftes von Landgard mit modernster Softripe-Reifetechnik, der Um- und Neubau des Landgard Cash & Carry Marktes in Neuss, die Position von Landgard bezüglich der neuen Mehrwegwasserpaletten-Lösung Floritray oder auch der Status der generischen Werbeaktivitäten von Landgard bei Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse. (Landgard)

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