HDE: Gleichwertige Lebensverhältnisse müssen Chefsache werden

Mit Blick auf die heutige Vorstellung einer Studie zu gleichwertigen Lebensverhältnissen durch drei Bundesministerien fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eindeutige Zuständigkeiten und entschlossenes Vorgehen.

Als Spitzenorganisation des deutschen Einzelhandels ist der HDE das legitimierte Sprachrohr der Branche gegenüber der Politik auf Bundes- und EU-Ebene. Bild: HDE.

„Schon seit Jahren veröden immer mehr ländliche Regionen und immer mehr Menschen ziehen in die Metropolen. Die Bundesregierung muss endlich effektiv gegensteuern. Dafür muss vor allem der flächendeckende Breitbandausbau Chefsache werden“, so der HDE-Bereichsleiter für Standort- und Verkehrspolitik Michael Reink. Ohne die entsprechende Infrastruktur könnten die kleineren Kommunen im Standortwettbewerb nicht bestehen. Auch der ländliche Einzelhandel leidet, wenn immer mehr Kunden in die großen Städte ziehen. Vielerorts sind die Geschäfte nicht mehr rentabel zu betreiben und müssen schließen.

Der HDE setzt sich deshalb für eine koordinierte Standortpolitik aus einer Hand ein. „Die Gesamtverantwortung für das Thema gleichwertige Lebensverhältnisse muss eindeutig zugeordnet werden. Ansonsten bleiben die Maßnahmen immer Stückwerk“, so Reink weiter. Dabei geht es beispielsweise auch um die Erleichterung von Home-Office-Regelungen. Denn die Leute folgen stets dem Arbeitsplatz. Mit einer guten Breitbandversorgung auf dem Land könnten aber viele Angestellte von ihrem auf dem Lande liegenden Zuhause aus arbeiten. Auf diese Weise könnten außerdem Probleme wie der Wohnungsmangel, der Pendlerverkehr in den Städten sowie die sinkenden Kundenzahlen angegangen werden. (HDE)

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