FDF: Verhandlungen für Floristik-Tarife aufgenommen

Die Entgelt-Tarife Ost und West wurden fristgerecht zum 30. Juni 2022 durch die IG BAU gekündigt.

Verhandlungen für Floristik-Tarife wurden aufgenommen. Bild: FDF.

Am 9. Juni fand eine Sondierungs-Runde der Tarifkommissionen des Fachverband Deutscher Floristen e.V.-Bundesverband und der IG BAU unter Leitung der Verhandlungsführer Kai Jentsch für den FDF und Jörg Heinel für die IG BAU statt. Die Beteiligten trafen sich online auf Einladung des FDF. Der neue Mindestlohn von 12,00 Euro ab Oktober 2022 ist eine wichtige Koordinate in den Sondierungen.

Im Osten sind dadurch Lohnsteigerungen von rund 18% prognostiziert. In der Sondierung haben beide Seiten erste Vorschläge auf den Tisch gelegt. Erwartungsgemäß liegen diese noch weit auseinander. Der Fachverband Deutscher Floristen orientiert sich bei seinen Angeboten an den betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Realitäten der Floristik-Branche.

"Gerade mit Blick auf den zunehmenden Konkurrenzdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel in der Vermarktung von Blumen und Pflanzen, in Anbetracht der Kaufzurückhaltung der Kunden in Folge von Preissteigerungen, Inflationsraten und Ukraine-Krieg ist es unser Ziel, Arbeitsplätze zu erhalten und unsere Mitarbeiter*innen mit fairen und durch die Arbeitgeber realisierbaren Löhnen wertzuschätzen!", sagte Kai Jentsch, Verhandlungsführer der FDF-Tarifkommission. Er appellierte zudem an den Sozialpartner IG BAU, die Stimme in der Mindestlohnkommission der Bundesrepublik dahin gehend geltend zu machen, dass Geringverdiener in einem großen Maße von Steuer- und Abgabenlasten zu befreien sind.

Zum Abschluss dieser Sondierung zeigten sich die Kommissionen von FDF und IG BAU zuversichtlich, dass trotz deutlicher Unterschiede in den Positionen in den Folge-Verhandlungen ein gemeinsamer Weg zu einem erfolgreichen Tarifabschluss gefunden werden kann. (FDF)

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