BGHW: Liebesbotschaft an die Haut

Ob Valentinstag oder Ostern - viele Floristinnen und Floristen freuen sich an diesen Tagen über den zusätzlichen Umsatz. Weniger erfreulich ist allerdings die hohe Zahl von arbeitsbedingten Hauterkrankungen, die dieser Berufsgruppe besonders zu schaffen macht.

Ursache für Hauterkrankungen bei Floristen ist unter anderem die ständige Feuchtigkeit, der vor allem die Hände ausgesetzt sind. Das stresst die Haut und kann sie krank machen. Auch andere Berufsgruppen sind davon betroffen. Deshalb sollte am Valentinstag nicht nur an die Liebsten, sondern auch an die Haut gedacht werden. Bild: GABOT.

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) engagiert sich seit Jahren, um den Einzelhandel zu sensibilisieren und Tipps zu geben, wie ein gesundes, hautverträgliches Arbeiten an so genannten Feuchtarbeitsplätzen möglich ist. Auch andere Berufsgruppen haben mit Belastungen der Haut am Arbeitsplatz zu kämpfen, zum Beispiel Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, in der Kommissionierung oder Beschäftigte in Werkstätten. Hautschutz ist deshalb in vielen Unternehmen ein wichtiges Thema. Alle diese Berufsgruppen unterstützt die Berufsgenossenschaft mit Beratung, Informationen und Tipps rund um die Prävention von Hauterkrankungen. Auch für Berufsschulen bietet die BGHW Aktionen zum Hautschutz an, um schon die Auszubildenden für das Thema zu gewinnen.

Aufklärung ist wichtig. Denn arbeitsbedingte Hauterkrankungen sind weit verbreitet. Sie machen rund 30% aller gemeldeten Berufskrankheiten aus, informiert die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), und kosten die gesetzlichen Unfallversicherungsträger rund 23 Mio. Euro im Jahr. Bei der BGHW hatten 2013 von rund 3800 angezeigten Verdachtsfällen auf eine Berufskrankheit fast 48% eine Hauterkrankung als Ursache.

Hauterkrankungen durch Feuchtarbeit

Die Auslöser für Hauterkrankungen sind vielfältig: Auf einem der vorderen Plätze liegt in der Statistik der BGHW die Feuchtarbeit, etwa beim Umgang mit Blumen und Pflanzen oder mit Lebensmitteln. Zur Feuchtarbeit zählt auch die Händereinigung oder -desinfektion. Erfolgt die Händereinigung häufig pro Tag und ist eine intensive Reinigung der Hände notwendig, resultiert daraus eine relevante Mehrbelastung der Haut. Ebenso ist das Tragen von flüssigkeitsdichten Handschuhen, von so genannten Hygienehandschuhen, im Verkauf in hohem Maße hautgefährdend. Auch der Umgang mit Papier und Pappe, etwa im Versandhandel, oder mit Kühlschmierstoffen, technischen Ölen und Fetten in Werkstätten strapaziert die Haut der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Hauterkrankungen werden häufig unterschätzt. Erste Anzeichen wie gerötete Haut, Schuppungen oder Jucken werden häufig nicht ernst genommen. Kleine Hautverletzungen zum Beispiel durch Rosendornen oder Tannennadeln können sich entzünden. Daraus kann sich ein schweres Krankheitsbild bis hin zu einem allergischen Kontaktekzem entwickeln. Im schlimmsten Fall kann das sogar die Berufsaufgabe bedeuten.

Vorbeugung ist wichtig

Durch eine frühzeitige Prävention können Hauterkrankungen vermieden werden: Beispielsweise durch hautschonende Arbeitsverfahren, den richtigen Einsatz von Schutzhandschuhen und die konsequente Anwendung von Hautschutzmitteln. Diese Maßnahmen helfen, die Verschmutzung der Hände und damit die Hautbelastung so gering wie möglich zu halten. An vielen Arbeitsplätzen ist nämlich die Händereinigung eine der führenden Hautbelastungen. Deshalb ist auch die Auswahl von geeigneten, möglichst milden Hautreinigungsmitteln sehr wichtig, um Hauterkrankungen vorzubeugen.

Die Hautpflege nach der hautbelastenden Tätigkeit trägt wesentlich zur Regeneration der Haut bei und sollte deshalb nicht vernachlässigt werden. Beim Einsatz von Hautmitteln - das sind Mittel zum Schutz, zur Reinigung und Pflege der Haut - ist es wichtig, dass das richtige Produkt gewählt wird. Es muss zur Arbeit und den belastenden Stoffen passen.

Richtige Wahl der Handschuhe

Auch bei Schutzhandschuhen kommt es auf die richtige Wahl an. Wie bei Hautschutzmitteln gibt es keine Universallösung. Es gibt für viele Bereiche spezielle Handschuhe, etwa Schutzhandschuhe aus beschichtetem Gewebe mit atmungsaktiven Anteilen etwa für Floristen, Lederhandschuhe für mechanische Belastungen bei Transportarbeiten, Schutzhandschuhe zum Schutz gegen chemische Gefahren, um nur einige zu nennen.

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