Maasdijk: Startschuss für Geothermieprojekt

Das gerade angelaufene Geothermieprojekt Maasdijk richtet sich in erster Linie an die Gartenbaubetriebe der Region, die 430 Hektar Gewächshäuser nachhaltig beheizen wollen.

Fröhliche Gesicher beim Startschuss für das Geothermieprojekt Maasdijk. Bild: Aardwarmteproject Maasdijk.

Mit dem symbolischen Setzen eines Rinnenelements mit einem Raupenkran gab Pieter Varekamp, Beigeordneter für Energiewende der Gemeinde Westland, am Dienstag, den 8. März, den Startschuss für das Geothermieprojekt Maasdijk. Das Projekt richtet sich in erster Linie an Gartenbaubetriebe in der Region, die 430 Hektar Gewächshäuser nachhaltig beheizen wollen. Es richtet sich auch an Bürger, die kein Erdgas mehr verwenden wollen. Auf der Baustelle wurden bereits Leitungen in 145 Metern Tiefe verlegt, um die nächste Phase - das Bohren - zu ermöglichen.

Gemeinsam mit den Erzeugern

Neben dem Stadtrat waren auch Dion van Steensel (Geschäftsführer von HVC) und Jacco Besuijen (Vorsitzender des Vorstands der Wärmekooperation Maasdijk) bei der Auftaktveranstaltung anwesend. Als Projektleiter und Investor trägt HVC zur Wärmewende in der Region Westland bei. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Wärmegenossenschaft Maasdijk.

Das Geothermieprojekt Maasdijk ist eine Zusammenarbeit zwischen der Warmtecoöperatie Maasdijk und HVC, deren Ziel es ist, nachhaltige Wärme für und mit Gewächshaus-Gartenbaubetrieben in der Region Westland zu stimulieren und zu realisieren. "Gemeinsam mit unseren Mitgliedern suchen wir nach erschwinglichen Alternativen, die den Einsatz fossiler Brennstoffe reduzieren. Wir befürworten die Notwendigkeit der Nachhaltigkeit und wollen uns als Erzeuger gemeinsam mit der HVC dafür einsetzen", sagt Jacco Besuijen von der Erzeugergenossenschaft.

HVC entwickelt eine geothermische Wärmequelle immer in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der unmittelbaren Umgebung. Gemeinsam wird ein geeigneter Standort gesucht. Dion van Steensel: "Es muss sowohl über als auch unter der Erde genügend Platz vorhanden sein. Wir prüfen auch, ob es genügend Verbraucher gibt, die die Erdwärme nutzen können."

Seit zwei Jahren sind die Anwohner des Geothermiestandortes in die Entwicklung eines möglichen Geothermieprojektes eingebunden. Je näher die Realisierung der 6 geothermischen Bohrungen rückt, desto intensiver wird die Konsultation der Anwohner.

Stadtrat Pieter Varekamp erklärt, dass Erdwärme eine nachhaltige, zuverlässige und erschwingliche Energiequelle ist. "Erdwärme wurde in Westland als Nachhaltigkeitsmaßnahme eingeführt. Und angesichts der unsicheren Verfügbarkeit und des Preises der derzeitigen fossilen Energieträger ist die Erdwärme jetzt noch interessanter. Mit dem Beginn der Arbeiten an der geothermischen Wärmequelle und der Realisierung des Wärmeclusters wird geothermische Wärme in großem Umfang zur Verfügung stehen. Und das ist gut für die Zukunft des Unterglasgartenbaus im Westland".

"Die HVC hat auch ein Büro in De Lier eröffnet. Die Wärme aus einem Wohngebiet ist im Vergleich zum Unterglasgartenbau relativ gering. Der Anschluss eines Wohngebiets an ein Wärmenetz kann durchaus interessant sein. Zusammenarbeit zwischen Gartenbauern, Projektentwicklern, der Gemeinde Westland und HVC. Die Eröffnung des Büros unterstreicht unseren Ansatz", sagt Dion van Steensel.

Geothermische Wärme in Naaldwijk

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Parteien hat HVC bereits das Geothermieprojekt Trias Westland mit zwei geothermischen Bohrungen in 2,3 Kilometern Tiefe in Naaldwijk realisiert. Trias Westland ist ein Unternehmen für geothermische Wärme von und für Unternehmer im Gewächshaussektor von Westland. Die von Trias Westland erzeugte Wärme wird an Gartenbaubetriebe und Wohnhäuser (Lierkwartier) in der unmittelbaren Umgebung geliefert. Die Zusammenarbeit mit Unternehmern im Rahmen des Konzepts von Trias Westland hat zu einer breiten Unterstützung durch Gewächshausgärtnereien, Regierungen und Finanziers geführt. (Aardwarmte Maasdijk)

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