Durchwachsene Silphie: Ein Exot auf NRWs Äckern

Die Silphie wird auch Kompass- oder Becherpflanze genannt und findet hauptsächlich als Energielieferant in Biogasanlagen Verwendung.

Besonders bei Bienen ist die Durchwachsene Silphie beliebt. Bild: Lea-Kathrin Piepel.

Auf 160 Hektar Ackerfläche bauen Landwirte in Nordrhein-Westfalen bis zu drei Meter hohe, gelb blühende Pflanzen an. Das sind aber keine Sonnenblumen, sondern die Durchwachsende Silphie, deren Ernte in wenigen Wochen beginnt, teilt die Landwirtschaftskammer mit. Von Mitte Juli bis in den September dauert die Blüte der Silphie. Da zu diesem Zeitpunkt bereits viele andere Pflanzen verblüht sind, nutzen Bienen und andere Insekten die Silphie gerne als Nahrungsquelle. Die Silphie wird auch Kompass- oder Becherpflanze genannt und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie stammt aus den gemäßigten Breiten Nordamerikas. Ihren Namen hat die Silphie wegen ihrer auffälligen Blätter. Sie sind an der Blattbasis miteinander verwachsen. Daher sieht es aus, als würde der Stängel durch die Blattpaare hindurch wachsen.

Verwendung findet die Silphie hauptsächlich als Energielieferant für Biogasanlagen. Die Landwirtschaftskammer testet die Durchwachsene Silphie schon seit einigen Jahren in Feldversuchen. Sie soll die Vielfalt auf den Äckern fördern. Die Pflanze ist eine mehrjährige Staudenpflanze, die mindestens zehn Jahre genutzt werden kann. (LWK.NRW)

 

 

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