BEE: Sieht positives Signal

Die Einigung der großen Koalition beim Ausbau erneuerbarer Energien ist ein positives Signal für die Energiewirtschaft, sagt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V..

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Bild: BEE.

Der BEE begrüßt die längst überfällige Einigung der Großen Koalition beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Endlich hat die Große Koalition den Gordischen Knoten durchschlagen und den Stillstand bei einigen energiepolitischen Aspekten beendet. Die Einigung ist ein überfälliges Signal für alle Unternehmen, die in Zukunftstechnologien investieren wollen. Durch die unverzügliche Streichung des PV-Deckels kann jetzt in letzter Minute der befürchtete Stillstand beim Ausbau der Photovoltaik abgewendet werden; so werden tausende Arbeitsplätze gesichert und wichtige Investitionen ausgelöst, die gerade in der Coronakrise als Konjunkturmotor dienen können. Mit dem Kompromiss zum Ausbau von Wind an Land kann die Branche leben. Anstelle einer starren Regelung erhalten die Bundesländer genügend Spielraum, um den Ausbau wieder zu beschleunigen. Wichtig ist, dass auch Details so festgelegt werden, dass die Windenergie wieder an Fahrt gewinnt, denn die Einbrüche der letzten Monate waren dramatisch. Positiv ist, dass Planungs- und Genehmigungsprozesse der Erneuerbare Energien vereinfacht und Bürgerinnen und Bürger stärker beteiligt werden sollen. Die Bürgerenergie ist ein Schlüssel für den erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren. Die Einigung muss nun schnell in ein Gesetz gegossen werden, um der Branche Planungssicherheit zu geben“, kommentiert Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie.

Damit das Ziel der Bundesregierung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien auf 65% im Stromsektor bis 2030 wieder in Erreichbarkeit rückt, ist ein beschleunigter Ausbau aller Erneuerbaren Technologien unbedingt nötig. Andernfalls droht laut BEE-Berechnungen eine Ökostromlücke von 100 TWh. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass das 65-Prozent-Ziel für 2030 nun auch per Gesetz festgeschrieben und die Einhaltung regelmäßig überprüft werden soll. Dafür sind weitere Maßnahmen erforderlich, die auch den Ausbau von Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie im Stromsektor voranbringen. Zudem muss die Kopplung der Sektoren vorangebracht werden, um alle Möglichkeiten einer dezentralen, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung zu nutzen“, so Peter. (BEE)

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