Weihnachtsbäume: Gute Ernte erwartet

"Das Wetter scheint in diesem Jahr mitzuspielen, wir erwarten eine gute Ernte", erklärte Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW.

Vorstand und Gastgeber der Sommerpressekonferenz in Sachen Weihnachtsbäume, von links nach rechts: Dirk Heimhard, Gastgeber Ludger Hamm, Wilhelm Becker-Gödde, Phillip Teipel, Eberhard Hennecke, Oliver Hamm und Andreas Osebold. Bild: LVG NRW.

Anzeige

Nach wie vor ist die Nordmanntanne die Nummer Eins unter den Weihnachtsbäumen, gefolgt von Weißtanne, Fichte und Kiefer - die allerdings weit abgeschlagen auf den weiteren Plätzen landen. „Bereits im letzten Jahr hat sich die Nachfrage nach Weihnachtsbäumen aus der Region verstärkt, wir gehen in diesem Jahr davon aus, das dieser Trend noch wichtiger wird“, bestätigte Hennecke. Die Preise, so die Vermutung des Experten, werden Weihnachten 2018 stabil bleiben. Der laufende Meter Nordmanntanne dürfte dann wieder zwischen 18 und 23 Euro kosten.

Wie viel Arbeit man braucht, um aus einem Samenkorn einen Weihnachtsbaum in hoher Qualität zu kultivieren, zeigten Hennecke, die Gastgeber Ludger und Oliver Hamm, Baumschule Hamm, und Kollegen beim sommerlichen Pressegespräch am 26. Juni 2018 im sauerländischen Eslohe.

In den ersten Jahren wachsen Weihnachtsbäume eher langsam. Ab dem 4. Jahr beginnen die Arbeiten zur Terminalverkürzung und zum Formschnitt. Um das Spitzenwachstum zu verlangsamen und damit die Abstände zwischen den Astreihen gleichmäßig zu halten wird mit einer Spezialzange der Saftstrom gehemmt. Der Wuchs des Terminaltriebes wird auf diese Weise mechanisch gebremst. Durch manuelles Herauszwicken der äußersten Triebe wird der Wuchs der Seitentriebe reguliert, wodurch eine regelmäßige Rundung des Baumes und schmalere Baumformen erzielt werden. Diese Arbeiten werden Formschnitt genannt. Die Triebverkürzung ist eine qualitätsfördernde Maßnahme zur Erzielung formschöner Bäume und verlängert die Produktionszeit und das Produktionsrisiko um ein ganzes Jahr.

„Bei einem zwei Meter hohen Baum können Sie davon ausgehen, dass er 8 bis 12 Jahre bei uns in Kultur war. In jedem Jahr rechnen wir mit rund 80 Arbeitsstunden pro Hektar für die Pflege und Ernte der Weihnachtsbäume“, bestätigt Eberhard Hennecke den großen Aufwand, der sich hinter dieser Kultur verbirgt. (Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V.)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.