Wissenschaft: Initiative für autonome Gewächshäuser

Das Wachstum der menschlichen Bevölkerung wächst stetig. Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, organisiert Wageningen University & Research eine internationale Initiative, die von Tencent gesponsert wird um Konzepte für autonome Gewächshäuser zu erarbeiten.

Tencent und Wageningen University & Research glauben, dass selbstlernende Gewächshäuser die Gemüseproduktion steigern und die Gewächshausproduktion auf ein neues Niveau bringen können. Bild: GABOT.

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Wageningen University & Research organisiert eine internationale Initiative, die von Tencent gesponsert wird, um die Pflanzenzucht durch künstliche Intelligenz und autonome Gewächshäuser zur Verbesserung der Gemüseproduktion zu fördern. Die Herausforderung wird von Tencent, einem führenden Anbieter von Internetdiensten in China, gesponsert. Die menschliche Bevölkerung wächst rasch und die Universität Wageningen & Research arbeitet mit Tencent zusammen, um einen Durchbruch zu erzielen, mehr Menschen zu ernähren, für mehr Nahrungsmittelsicherheit zu sorgen und mehr Nahrungsmittel mit weniger Ressourcen produzieren zu können.

Die Initiative steht fachübergreifenden Teams aus aller Welt offen. Bis 15. April können die Teams bei autonomousgreenhouses.com anmelden und sich aus Wissenschaftlern, F&E-Spezialisten und Studenten verschiedener Disziplinen wie Künstliche Intelligenz, Sensorik und Pflanzenphysiologie zusammensetzen. Die teilnehmenden Teams werden ein Gewächshaus betreiben, in dem ein Computer und maschinelle Lernalgorithmen oder Computermodelle alle Arten von Entscheidungen mit begrenzter menschlicher Interaktion treffen.

Verbesserung der nachhaltigen Lebensmittelproduktion

Um die Verbraucher in den Großstädten mit frischen, lokal produzierten Produkten zu versorgen, ist die Gewächshausproduktion eine sehr effiziente Möglichkeit, frisches Gemüse und Obst mit einem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen zu liefern, die nur eine kleine Produktionsfläche benötigen. Die Ernte in Gewächshäusern ist in der Regel bis zu 10-mal höher als im Freiland, der Wasserverbrauch ist geringer. Jüngste Forschungsergebnisse der Universität Wageningen & Research haben gezeigt, dass in extrem kontrollierten Gewächshäusern nur 5 Liter Wasser für die Produktion von 1 Kilogramm Tomaten verwendet werden, während es in der Freilandproduktion bis zu 40 Liter mehr verwendet werden. Die kontrollierte Umgebung ermöglicht die Reduzierung des Pestizideinsatzes auf ein Minimum und führt zur Herstellung sicherer Produkte ohne Rückstände.

Computer übertrifft den Gärtner

In Zukunft werden noch mehr Gewächshäuser benötigt, um genug Lebensmittel zu produzieren. Dafür ist der 'grüne Finger' oder das Wissen und die Erfahrung eines Züchters unerlässlich. In vielen Ländern weltweit stehen nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung. Automatisierung, ICT und KI können dem Landwirt helfen, alle benötigten Informationen zu überwachen und komplexe Entscheidungen zu treffen.

Internationale Teams

Tencent und Wageningen University & Research glauben, dass selbstlernende Gewächshäuser die Gemüseproduktion steigern und die Gewächshausproduktion auf ein neues Niveau bringen können. Autonome Gewächshäuser können den Ertrag und die Qualität von Gemüse weiter verbessern und gleichzeitig den Aufwand an Energie, Wasser und Pflanzenschutz erheblich reduzieren.

Selbstlernende Gewächshäuser

In autonomen Gewächshäusern entscheidet der Computer über die optimalen Klimasollwerte, basierend auf einer Vielzahl von Sensoren und Kameras, selbstlernende Software übernimmt teilweise menschliche Entscheidungen. AI wird dem Züchter helfen, das Gewächshaus optimal zu betreiben, damit er seine Gewächshäuser in verschiedenen Teilen der Welt aus der Distanz bewirtschaften kann.

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