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Welcome to WiN: Work in Nature
Am 4. April 2016 startet nun das 11-monatige Seminar „Welcome to WiN“, das zunächst bis zu 20 Flüchtlinge und Migranten auf eine berufliche Tätigkeit (Ziel: Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung) in den grünen Berufen vorbereitet. Inhalt des Seminars sind die Vermittlung der deutschen Alltags- und Berufssprache, fachliche Unterweisungen im Garten- und Landschaftsbau, orientierende und interkulturelle Themen sowie ein Praktikum in ausgewählten Betrieben. Hier hat die DEULA-Projektleitung ein Konzept entwickeln können, dass den besonderen Herausforderungen Rechnung trägt. Bis ins Detail hat man sich in der DEULA auf die Anforderungen der Flüchtlinge vorbereitet, vom Dolmetscher über die Küche bis zu Fragen des Umgangs mit deren Religion.
Das Besondere und Ermutigende an diesem Ausbildungskonzept ist die Tatsache, dass den Absolventen dieses Seminars eine berufliche Perspektive gegeben werden kann! In Zusammenarbeit mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW konnten bereits jetzt für alle potenziellen Teilnehmer Praktikumsplätze bei Betrieben akquiriert werden, die sich vorstellen können, die Flüchtlinge bei grundsätzlicher Eignung im Anschluss an das Praktikum als Arbeitskräfte oder Auszubildende zu übernehmen.
Das Seminar ist in 6 Module unterteilt, von der sprachlichen Qualifizierung bis zur beruflichen Praxis. Die zielgerichtete und marktgerechte Konzeption des Projektes definiert die Zielgruppe: Die Teilnehmer sollen sich freiwillig für dieses Seminar melden, einen Bezug zur oder ein Interesse an der grünen Branche haben und – keine Selbstverständlichkeit – das lateinische Alphabet beherrschen. Sie erwerben mit dem Seminar anerkannte Zertifikate zu ihrer Sprachqualifikation sowie zu ihrer beruflichen Weiterbildung.
Während des gesamten Seminars, während des Praktikums und auch nach dem Übergang in Arbeit oder Ausbildungen steht den Flüchtlingen neben Sprach- und Fachdozenten ein Integrationscoach zur Verfügung, der die Teilnehmer individuell betreut, unterstützt und stabilisiert, und der auch den Betrieben als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Für die Stelle des Integrationscoachs konnte Pia von Steegen gewonnen werden. Sie gehört seit Anfang März zum Kollegium der DEULA und bringt seitdem ihre umfangreiche Erfahrung in die Planung und Umsetzung dieses Seminars mit ein! Sie sieht sich als Schnittstelle zwischen den Flüchtlingen/Teilnehmern und allen anderen Stellen, die helfen können: Ausländeramt, Ärzte, Arbeitgeber, Lehrer, soziale Einrichtungen. Selbst nachdem die Teilnehmer schon das schützende Umfeld der DEULA verlassen haben und zu ihren zukünftigen Arbeitgebern gewechselt sind, wird Pia von Steegen sie und ihre künftigen Arbeitgeber weiter begleiten und ihnen auf Wunsch Hilfestellung bei Integrationsproblemen im beruflichen Alltag geben.
Ohne starke Partner wäre dieses Projekt nicht umsetzbar gewesen. So ist die Unterstützung der Mitgliedsbetriebe des VGL genauso essentiell wie die tatkräftige Mithilfe der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und des Jobcenters des Kreises Warendorf! Sowohl die Agentur für Arbeit als auch das Jobcenter des Kreises Warendorf begrüßen die gemeinsame Initiative des VGL und der DEULA. Alle Institutionen haben tatkräftig daran mitgewirkt, dass ein Weg gefunden werden konnte, das Konzept rechtlich und finanziell abzusichern.
Die Gesellschafter der DEULA Westfalen-Lippe, allen voran die Landwirtschaftskammer NRW, haben ungeachtet der Unwägbarkeiten dieses völlig neuen Konzeptes die DEULA ebenfalls unterstützt. Sie stehen voll hinter dem Projekt und sind jederzeit bereit, mit Rat und Tat in die Speichen zu greifen.
Die DEULA Westfalen-Lippe hat, wie alle an diesem Projekt Beteiligten, alles getan, um das Konzept „Welcome to WiN – Work in Nature“ zu einem Erfolg für die Menschen zu machen, die auf der Suche nach einem besseren und sichereren Leben aus ihrer Heimat nach Deutschland geflohen sind. Dennoch ist allen Akteuren bewusst, dass es noch viele Fragen und Herausforderungen geben wird. Wie immer, wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen und man etwas Neues anpackt. Die DEULA, ihr Kollegium und ihre Projektpartner sind aber zuversichtlich, dass diesem ersten Projekt noch weitere folgen werden. Nicht nur in der DEULA, und nicht nur in den grünen Berufen, sondern auch in anderen Branchen.

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