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Vereinigte Hagel: Erfolgskennzahlen festigen sich 2016 auf hohem Niveau
Das Unbeständige war das Beständige in 2016: Auf einen milden schneearmen Winter folgten Kahlfröste und führten zu Auswinterungsschäden. Trockenheitsphasen im Frühjahr beeinträchtigten die Kulturen ebenso wie anhaltende Regenfälle, die ihren absoluten Höhepunkt am Niederrhein fanden. Dort ergossen sich zu Junibeginn binnen eines Tages 130 Litern Regen auf den Quadratmeter. Die ersten Hagelgewitter setzten bereits im April ein, oft in Kombination mit Sturm und Starkregen. Wer sich in diesem Jahr für den Mehrgefahrenschutz Secufarm®3 gegen Hagel, Sturm und Starkregen entschieden hatte, lag deutlich im Vorteil. Mais und Kartoffeln im Jugendstadium erforderten die höchsten durch Starkregen verursachten Schadenleistungen. Nach rekordverdächtiger Hitze Ende August verursachten Hitzegewitter schwere Schäden. Rund 10.000 ha mit Neuansaaten waren betroffen, die zum Teil umbrochen werden mussten. Die Bezirksdirektionen der Vereinigten Hagel in Münster und Hannover wiesen in diesem Jahr die meisten Schäden auf.
Unterschadenjahr stärkt die Rücklagen
Obwohl es auch in diesem Jahr regional zu heftigen Schäden kam, schließt 2016 als drittes Jahr in Folge mit einem Unterschaden ab, d. h. das Prämienaufkommen war insgesamt größer als die Entschädigungsleistung sowie die Deckung der Versicherungskosten. Die Kostenquote lag 2016 bei 15% und ist damit eine der niedrigsten unter den Spezialversicherern. Das Neugeschäft stieg um 25% auf rund 75.200 ha. Die Mitglieder haben sich nach den Erfahrungen der letzten Jahre verstärkt gegen Sturm- und Starkregenschäden abgesichert: Mit 4.100 Neuverträgen an Secufarm®3, hat sich die Deckung dieser Gefahren auf 475.000 ha Fläche ausgedehnt. Das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Damit befinden sich sowohl die Versicherungsfläche der Vereinigten Hagel mit 4,7 Mio. ha in Deutschland als auch die Versicherungssumme mit 8,1 Mrd. Euro auf einem konstant hohen Niveau. Gleiches gilt auch für das Inlandsprämienvolumen, das 112,3 Mio. Euro erreichte. Als Folge der Preiskrise in der Landwirtschaft fielen die Hektarwerte bei Ölfrüchten (-2,0%), Getreide (-4,6%) und Mais (-2,6%) leicht. Dennoch erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettoüberschuss. Dieser stärkt sowohl die Rücklagen für kommende Schadenereignisse als auch die Vormachtstellung der Vereinigten Hagel als international aufgestelltem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.
Internationalität mobilisiert Wachstum
Auch in diesem Jahr hat sich die Internationalität der Vereinigten Hagel bewährt, um die verschiedenen Gefahrenfolgen zum Vorteil aller Mitglieder auszubalancieren. Die versicherte Fläche im Ausland kletterte um 7,9% auf 542.000 ha bei einem zum Vorjahr vergleichbaren Prämienaufkommen von 48,2 Mio. Euro. Außer in Italien haben sich alle europäischen Niederlassungen in den Niederlanden, Luxemburg und Litauen positiv entwickelt und einen weiteren Wachstumsschub ausgelöst. Die Gesamtschadenquote der Vereinigten Hagel im In- und Ausland beläuft sich zum Saisonabschluss vorläufig auf 65%. Die versicherte Fläche und damit der Marktanteil stieg europaweit um 0,3% auf jetzt 5,27 Mio. ha. Die schwierige Situation in der Landwirtschaft mit dem Verfall der Erzeugerpreise hat sich auf die relevanten Kennzahlen ausgewirkt: Die Versicherungssumme ist um 2% auf rund 9,3 Mrd. Euro und das Prämienvolumen um 1% auf knapp 161 Mio. Euro zurückgegangen. (VH)

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