Veiling Rhein-Maas: "Positiver Trend setzt sich auch 2015 fort"

Die Veiling Rhein-Maas entwickelt sich Jahr für Jahr weiter und die positiven Zahlen setzen sich auch in 2015 fort. GABOT sprach mit Ruud Knorr, dem Geschäftsführer der Veiling Rhein-Maas, über den Saisonverlauf und die zukünftige Entwicklung dieses erfolgreichen Marktplatzes.

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Die Veiling Rhein-Maas entwickelt sich Jahr für Jahr weiter und die positiven Zahlen setzen sich auch in 2015 fort. GABOT sprach mit Ruud Knorr, dem Geschäftsführer der Veiling Rhein-Maas, über den Saisonverlauf und die zukünftige Entwicklung dieses erfolgreichen Marktplatzes. 

Herr Knorr, wie ist die Veiling Rhein-Maas mit dem bisherigen Verlauf des Jahres zufrieden?
"Nach zwei ungewöhnlichen Jahren war 2015 bisher ein normales Jahr, würde ich sagen. Januar und Februar waren schwierig, der März war gut, der April war durchwachsen, aber mit dem Mai sind wir sehr zufrieden. Unter dem Strich konnten wir bisher ein Plus von ca. 5% verbuchen, das wir durch höhere Preise erzielen konnten. Damit setzt sich ein positiver Trend fort - es bleibt aber eine Herausforderung!" 

Inwieweit hatte das lange Zeit wenig sommerliche Wetter Einfluss auf den Saisonverlauf?
"Alle haben natürlich auf das Wetter reagiert. Einige Produkte sind wetterbedingt später auf den Markt gekommen - Freilandprodukte wie Päonien zum Teil sogar mit 3 Wochen Verspätung."

Kann man sagen, was bei den Beet- und Balkonpflanzen in dieser Saison die größten Gewinner und Verlierer waren? 
"Convenience-Produkte, Arrangements und Mischungen wie Trios und gemischte Ampeln wurden gut nachgefragt. Durch das Wetter konnte man sagen: Wenn Farbe drauf war, ist es gut gelaufen. Rückläufig war kleine Ware im kleinen Topf - die Ware, die üblicherweise im LEH steht. Aber diese Produkte passen auch nur bedingt zu uns: Unsere Aufgabe ist es, den Fachhandel zu stärken."

Sie arbeiten ständig daran, den Marktplatz für Anlieferer wie für Kunden optimal zu gestalten. Welche Maßnahmen sind dafür in nächster Zukunft geplant? 
"Wenn wir unsere Kunden gut bedienen, dienen wir auch unseren Erzeugern. Dafür wollen wir unseren Marktplatz internationaler aufstellen. So haben wir momentan beispielsweise schon über 50 französischsprachige Kunden. Beim Angebot wollen wir das Segment der Premium-Produkte weiter stärken. Und wir wollen natürlich die zuletzt begonnenen Veränderungen weiter vorantreiben: Die Jahresanliefermeldung soll weiter verfeinert werden. Wir wollen etwas besser steuern können und insbesondere wollen wir sogenannte Anlieferexzesse vermeiden. 
Neu bei uns ist seit dem 1. April der Uhrvorverkauf bei den Pflanzen. Am Anfang war das wetterbedingt schwierig, aber seit Muttertag hat sich dieses neue Angebot etabliert. Derzeit bieten rund 100 Erzeuger ihre Produkte auf diese Art und Weise an; wir werden mit einem Pilotprojekt testen, ob der Uhrvorverkauf auch bei Schnittblumen funktioniert. Und über dies wollen wir den Kontakt und die Kommunikation zu den Kunden stärken - dafür haben wir jetzt erstmals die Rhein-Maas Temperamente aufgelegt, das Kundenmagazin der Veiling Rhein-Maas."

Die Veiling Rhein-Maas ist ja ein Joint Venture zwischen Landgard und FloraHolland. Wirkt sich die Initiative FloraHolland 2020 bei dem niederländischen Partner auch positiv auf die Veiling Rhein-Maas aus?
"Das kann man so noch nicht sagen. Natürlich haben wir immer die Frage im Fokus: Wie stellen sich unsere Gesellschafter auf? Wir haben 3-Jahres-Pläne, die wir fortlaufend anpassen - die Strategie wird aber natürlich von den Gesellschaftern vorgegeben. Wir folgen oft aktuellen Entwicklungen, aber meist in einer an unsere Bedürfnisse angepassten Form. Wir müssen uns immer weiter entwickeln - wichtig ist, dass wir Veränderungen annehmen." 

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