Debets Schalke: Baut Niedrigenergiegewächshaus in Österreich

Ein führender österreichischer Produzent von Beet- und Topfpflanzen hat beschlossen, in Zusammenarbeit mit Debets Schalke ein Niedrigenergiegewächshaus zu bauen.

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Ein führender österreichischer Produzent von Beet- und Topfpflanzen hat beschlossen, in Zusammenarbeit mit Debets Schalke ein Niedrigenergiegewächshaus zu bauen. Anlass für das Vorhaben war der Erfolg des Versuchsprojekts der ZukunftsInitiative NiedrigEnergieGewächshaus (ZINEG). Die Ergebnisse machten deutlich, dass sich ohne Nachteile für die Pflanzenkultur eine energieneutrale Produktion realisieren lässt.

Niedrigenergiegewächshäuser
„Die Produktion in Niedrigenergiegewächshäusern ist pflanzenbaulich möglich und wirtschaftlich sinnvoll“, so Dr. Wolfgang Graf vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e. V. (KTBL). Das Ziel der ZINEG besteht darin, für die Pflanzenproduktion in Gewächshäusern den Verbrauch fossiler Energie für die Heizung so weit wie möglich zu reduzieren. So lassen sich Energiekosten sparen, was angesichts des zunehmenden (internationalen) Wettbewerbs in der Pflanzenkultur wesentliche Vorteile bietet. Das Verbundprojekt ZINEG gewann im November 2014 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung für die herausragenden Ergebnisse zur Energieeinsparung. So sind durch die Kombination von Wärmeschutzverglasungen und Schirmsystemen mit intelligenter Steuerung Energieeinsparungen von bis zu 90% im Vergleich zu einfachverglasten Gewächshäusern ohne Energieschirm und im Vergleich zur Einfachverglasung mit Energieschirm ca. 70% bei der Kultur von Zierpflanzen und Gemüsekulturen möglich.

ZINEG
Der österreichische Produzent wollte seine heutige Kulturfläche erweitern, zweifelte aber zwischen einer vollständigen Erneuerung seiner Anlage und der Durchführung von Energiesparmaßnahmen. Die Ergebnisse des ZINEG-Versuchs waren für den österreichischen Gartenbauer ausschlaggebend. Den Messungen in den ZINEG-Versuchsgewächshäusern zufolge ermöglichen die spezifischen Anwendungen eine größtenteils energieneutrale Pflanzenkultur. So konnte der Gärtner ein zusätzliches Gewächshaus bauen, ohne seine bisherige Kesselanlage erweitern zu müssen.

2015
Das neue, 1 ha große Gewächshaus wird mit Seitenfassaden aus Wärmeschutzglas versehen. Das Dach besteht aus speziellem Sicherheitsglas. Ergänzend zum Energieschirm im Dach wird an den Pfetten ein weiterer Energieschirm an der Fassade montiert. Zusammen ermöglichen es diese spezifischen Merkmale, das ganze Jahr über bei begrenztem Energieverbrauch ein ideales Gewächshausklima zu gewährleisten. Diese Vorteile beweisen den nachhaltigen Charakter dieses einzigartigen Projekts. Damit konnte Debets Schalke den ausdrücklichen Wunsch des Kunden in vollem Umfang erfüllen. Das Gewächshaus wird 2015 seiner Bestimmung übergeben. 

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