Unkrautbekämpfung: Plädoyer für einen Perspektivwechsel

Der Fachbeirat „Nachhaltiger Pflanzenbau“ hat dazu eine Reihe von Vorschlägen zum biodiversitätswirksame Maßnahmen in einem Positionspapier zusammengestellt.

Mehr Verunkrautung wagen: Plädoyer für einen Perspektivwechsel in der Unkrautbekämpfung im Ackerbau im Positionspapier des Fachbeirats Nachhaltiger Pflanzenbau. Bild: BVL, Gloger.

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Der Fachbeirat „Nachhaltiger Pflanzenbau“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat geprüft, wie die Biodiversität der Ackerunkräuter auf Ackerflächen erhöht werden kann. Dazu hat er ein Positionspapier veröffentlicht.

Artenvielfalt und Häufigkeit der Ackerunkräuter sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dies wird verursacht durch eine Bevorzugung von Getreide-, Raps- und Maisanbau und der mit diesen Kulturen einhergehenden intensiven Unkrautbekämpfung. Dem Rückgang von Ackerwildkräutern kann nur bedingt durch Ersatzbiotope wie beispielsweise Blühstreifenmischungen entgegengewirkt werden. Maßnahmen des Greenings, Vertragsnaturschutz- und Agrarumweltmaßnahmen sowie geltende Anwendungsbestimmungen für Herbizidanwendungen reichen allein nicht aus, um den Artenrückgang bei Ackerwildkräutern in den Ackerbaulandschaften aufzuhalten.

Deshalb sollten biodiversitätswirksame Maßnahmen nicht nur auf Ausgleichsflächen, sondern auch in den Ackerflächen stattfinden. Der Fachbeirat „Nachhaltiger Pflanzenbau“ hat dazu eine Reihe von Vorschlägen in einem Positionspapier zusammengestellt. Die Vorschläge richten sich an Anwender, Berater und politische Entscheidungsträger. (BVL)

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