Uni-Hohenheim: Neues Verbundprojekt

Das neue Verbundprojekt "LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch‐synthetischen PflanzenSchutz" (NOcsPS) hat ein neues Anbausystem erarbeitet.

Neues Verbundprojekt soll eine Landwirtschaft ohne chemisch‐synthetischen Pflanzenschutz ermöglichen. Bild: GABOT.

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Es sind zwei Pole in einem System: Auf der einen Seite die konventionelle Landwirtschaft, die mit chemischen Pflanzenschutzmitteln und Mineraldünger immer häufiger für Umwelt- und Rückstandsprobleme sorgt. Auf der anderen Seite der Ökolandbau, der jedoch alleine die Ernährung der Bevölkerung nicht sicherstellen könnte. Jetzt ist eine Brücke zwischen diesen Polen in Sicht: „LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch‐synthetischen PflanzenSchutz“ (NOcsPS). Das neue Verbundprojekt, das dieses Anbausystem erarbeitet, wird von der Universität Hohenheim in Stuttgart koordiniert. Beteiligt sind außerdem das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Georg-August-Universität Göttingen (UGOE). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Förderprogramm „Agrarsysteme der Zukunft“ mit knapp 5,3 Mio. Euro, davon rund 4,5 Mio. Euro an der Universität Hohenheim.

Dieses „Agrarsystem der Zukunft“ soll künftig Vorteile der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft miteinander vereinen und deren jeweiligen Nachteile so weit wie möglich reduzieren. Die Lösung: eine Landwirtschaft, die modernste, automatisierte und digitalisiert vernetzte Technologien einsetzt, dabei biologischen Prinzipien folgt und vollständig auf chemischen Pflanzenschutz verzichtet. Gleichzeitig soll die Bodenfruchtbarkeit gewährleistet bleiben, um Ertrag und Qualität sicherzustellen – was unter anderem mit einem umweltgerechten Einsatz mineralischer Dünger möglich ist.

Wie das funktionieren kann, untersuchen die Verbundpartner im Projekt NOcsPS seit 1. Juni 2019 über ca. 4,5 Jahre. Der Ansatz wirft neue agronomische, ökonomische, ökologische, aber auch soziale Fragen auf, die die Projektpartner in 16 Teilprojekten und 20 Fachgebieten an der Universität Hohenheim, zwei Teilprojekten am JKI und eines an der Universität Göttingen beantworten wollen.

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