Trockenheit: Ernteeinbußen befürchtet

NRW-Ministerin Heinen-Esser trifft Vertreter der Landwirtschaft zur aktuellen Lage: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass extreme Wetterereignisse zunehmen werden.“

Ministerin Heinen-Esser bei einem Treffen mit Vertretern der Landwirtschaft zum Thema Ernteeinbußen am 11.07.2018 im Landtag. Bild: MULNV.

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Die nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat sich am Rande der Plenarsitzung des Landtags in Düsseldorf mit dem Rheinischen sowie dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und Vertretern der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen getroffen, um sich über die Auswirkungen der andauernden Trockenheit auf die Ernteerträge auszutauschen.

"Wir sind zwar nicht so stark betroffen wie beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern, aber wegen der anhaltenden Trockenheit sind Ernte-Einbußen auch in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens zu befürchten. Darüber hinaus hat die Trockenheit in den zurückliegenden Wochen auch auf dem Grünland und im Futterbau in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens zu einer Stagnation des Wachstums geführt, was zu Futterengpässen führen kann", sagte Ministerin Heinen-Esser nach dem Gespräch.

Aufgrund der Witterungsbedingungen hat die Ernte von Wintergerste und Winterraps bereits etwa zwei Wochen früher als üblich begonnen. Die Landwirtschaftskammer rechnet witterungsbedingt mit Ernteeinbußen bei Getreide, Raps, Ackerbohnen und Futtererbsen zwischen zehn und 30% im Vergleich zu einem normalen Erntejahr. Auch Menge und Qualität des Futters vom Grünland werden erheblich geringer sein.

"Keine Branche ist derart vom Wetter abhängig und von Wetterextremen betroffen wie die Landwirtschaft. Wir müssen uns darauf einstellen, dass im Zuge des Klimawandels Extremereignisse zunehmen werden. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, menschengemachte Klimaveränderungen aufzuhalten und Anpassungsstrategien fortzuentwickeln. Dabei unterstützen wir die landwirtschaftlichen Betriebe nach Kräften", sagte Ministerin Heinen-Esser.

Ungewöhnlich hohe Temperaturen im Frühjahr haben den Erntebeginn in diesem Jahr mehrere Wochen nach vorne verschoben. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) folgte dem wärmsten April seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen 1881 ein ebenso warmer Mai. Hohe Temperaturen und eine starke Einstrahlung ließen die Verdunstungsraten ansteigen, vor allem im Norden und Osten Deutschlands herrschte große Trockenheit. (Quelle: umwelt.nrw)

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