Sturmtief "Gebhard": Schwere Schäden in der Landwirtschaft

Starkregen, Hagel und Sturm schädigten am Montag und Dienstag bereits rund 10.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche.

Schadenbild an Bohnen vom 4.6.2019 in Warburg. Bild: Vereinigte Hagel.

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Das Hitzewochenende Anfang Juni wurde fast schon erwartungsgemäß am Montag und Dienstag von heftigen Unwettern abgelöst. Orkanböen mit bis zu 100 km/h, Starkregenfälle und hühnereigroße Hagelkörner zerstörten landwirtschaftliche Kulturen sowie Sonderkulturen. Bislang wurden rund 10.000 ha Fläche gemeldet.

Besonders schwer getroffen wurde nach ersten Meldungen eine Linie zwischen Paderborn und Kassel, hier vor allem die Gemeinden Warburg, Borgentreich und Willebadessen. In Nordrheinwestfalen war ebenfalls das deutsch-niederländische Grenzgebiet (Hückelhoven, Wegberg) über das Rheinland (Düsseldorf, Dormagen) bis an den Niederrhein (Krefeld, Duisburg) betroffen. Weitere Schäden wurden aus dem Süden der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover gemeldet. Auch eine Linie von Neustadt/Weinstraße über Bad Dürkheim und Worms bis in den Süden Frankfurts gehörte zu den Schadengebieten.

Neben Ackerbohnen, Rüben, Mais und Getreidebeständen waren auch Reben, Erdbeerfelder und Gemüsebestände betroffen. Die versicherte Summe beläuft sich auf rund 25 Mio. Euro. Der genaue Schaden wird in den nächsten Tagen durch die Sachverständigen der Vereinigten Hagel begutachtet. Die Experten der Versicherung sind sich einig, dass aufgrund der Wetterlage in dieser Woche weitere schwere Schäden zu befürchten sind. (Vereinigte Hagel)

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