Stone+tec 2005: Auf hohem Niveau stabil

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Mit 1.058 Ausstellern und erneut 40.282 Fachbesuchern konnte die Stone+tec mit hoher Stabilität überzeugen. Die Fachmesse, die vom 25. bis 28. Mai 2005 im Messezentrum Nürnberg stattfand, bewies auf Aussteller- wie Besucherseite den Willen, sich den Herausforderungen neuer Märkte zu stellen.

 

In diesem Jahr fand die Stone+tec nach rund 25 Jahren erstmals von Mittwoch bis Samstag und nicht von Donnerstag bis Sonntag statt. „Die Vorverlegung der Laufzeit um einen Tag hat sich auf Anhieb gut bewährt", so Walter Hufnagel, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse. „Der Mittwoch hat den Sonntag zahlenmäßig substituiert, der Besuch an diesem neuen Eröffnungstag war dabei von hoher Internationalität und Kompetenz geprägt. Auch die folgenden drei Messetage konnten wie gewohnt sowohl qualitativ wie quantitativ überzeugen."

 

Anzeichen für eine Erholung auf dem Markt

Als einer der weltweit größten Branchentreffs rund um Naturstein ist die Stone+tec immer auch ein Stimmungsbarometer. War die Stimmung im Vorfeld noch durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Zentraleuropa gedrückt, so entwickelte sich während der Messe eine durchaus optimistische Grundtendenz. „Der DNV ist mit der Besucherfrequenz auf der Stone+tec 2005 zufrieden. Nach wie vor konnte eine hohe Nachfrage nach unseren einheimischen Gesteinen festgestellt werden - trotz der Billigkonkurrenz aus Asien", so Reiner Krug, Geschäftsführer Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V. (DNV).

 

Nach Berechnungen des DNV ist der deutsche Inlandsverbrauch 2004 gegenüber dem Vorjahr in der Menge um 7,7% gestiegen, wobei dessen Wert jedoch insgesamt gesunken ist. Bei den Ausfuhren konnte ein Anstieg um 8% in der Menge verzeichnet werden, der Wert ist um 14,8% gestiegen. „Dies belegt, dass für qualitativ hochwertige Naturwerksteine noch immer gute Preise zu erzielen sind", so Reiner Krug.

 

Auch Martin Schwieren, Bundesinnungsmeister des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks (BIV), zeigte sich von der diesjährigen Stone+tec überzeugt: „Die Stone+tec hat sich wieder mal von ihrer Sonnenseite gezeigt. Als Impulsgeber hat sie der gesamten Branche ein positives Signal gegeben. Die Deutschen kaufen wieder. Von dem auf der Messe erstmals präsentierten Natursteinlogo erhoffen sich BIV und DNV einen zusätzlichen Schub."

 

Positive Überraschung für die Aussteller

Für viele der 1.058 Aussteller aus 49 Ländern kam der Erfolg der Stone+tec 2005 eher überraschend. Die Lage der mitteleuropäischen Bauwirtschaft hatte im Vorfeld für gedämpfte Erwartungen gesorgt. Die derzeitige Branchenkonjunktur beurteilte ein knappes Drittel der Befragten als stabil, rund ein Viertel sieht eine steigende Tendenz. Vor allem die neuen EU-Mitgliedsstaaten in Mittelosteuropa spielen hier eine Rolle. „Die Messe entspricht dem Markt, der sich zur Zeit in einem Zyklus der Wiederbelebung befindet", urteilt Giancarlo Lazzaroni, Geschäftsführung ACIMM (Associazione Costruttori Italiani Macchine Marmo e Affini - Verband der Italienischen Hersteller von Marmormaschinen). „Gleichzeitig bestätigt sich hier, dass sich die Marktinteressen in den Osten verlagern. Die Aussteller in den Maschinenhallen berichten von einer ausgezeichneten Präsenz von Interessenten."

 

Diese Einschätzung teilten auch Unternehmen aus dem Ausstellungssegment Naturstein: „Mit rund 5.000 Besuchern auf unserem Stand und über 300 neu registrierten Handelskunden können wir heute schon einen absoluten Messeerfolg verbuchen. Besonders erfreut sind wir über das Echo unserer Markenstrategie, die bundesweit hohen Anklang fand. Beständigkeit zahlt sich aus, auch in der Messepräsenz - Sie können jetzt schon gespannt sein auf 2007", so Thomas Rossittis, Geschäftsführung Rossittis GmbH Naturstein-Import, Deutschland.

 

Die führenden Ausstellernationen nach Deutschland waren Italien, die Volksrepublik China und - als Shooting Star am Nürnberger Natursteinhimmel - die Türkei. Für viele Innovationen war gesorgt: 3 von 4 Unternehmen präsentierten auf der Stone+tec 2005 eine Produktneuheit oder Weiterentwicklung.

 

Entsprechend groß war die Nachfrage: Mehr als die Hälfte der Aussteller berichtete von Direktaufträgen während der Messe, 8 von 10 Unternehmen rechnen mit einem Nachmessegeschäft. Mit der fachlichen Kompetenz der Besucher an ihrem Stand waren 8 von 10 Ausstellern zufrieden, 9 von 10 konnten ihre wichtigsten Zielgruppen mit der Stone+tec 2005 erreichen. „Wir sind auch als Aussteller auf der GaLaBau in Nürnberg vertreten und sehr zufrieden mit dem Messeverlauf der Stone+tec 2005" freute sich Banu Güven, International Sales Manager Troas Minerals, Türkei.

 

94% der ausstellenden Unternehmen konnten an ihrem Stand Besuch aus Staaten außerhalb Deutschlands begrüßen, und über 90% konnten neue Geschäftsverbindungen knüpfen. „Wir hatten sehr gute Kontakte und Besucher aus Ungarn, Polen, Österreich und Bulgarien", bestätigt Emrah Senel, Manager Altay Mermer San. Ve Tic. Ltd., Türkei. Mit dem Gesamterfolg ihrer Messebeteiligung in Nürnberg waren über 80% der Aussteller zufrieden. „Wir hatten an allen Messetagen intensiv zu arbeiten und sind mit dem Ergebnis der Stone+tec 2005 sehr zufrieden", so Franco Caruso, Marmi e Graniti S.p.A., Italien.

 

Besonders gut waren Stimmung und Atmosphäre auch in Halle 3 der Stone+tec 2005: Durch ein weltweit einmaliges Angebot rund um Grabmal und Grabkunst und die aufwändige Standgestaltung der Aussteller entstand hier erneut eine fachspezifische Kontaktplattform, wie sie keine Hausmesse bieten kann. In der Sonderschau „Mein Engel - Dein Engel" im Herzen der Ausstellungshalle zeigten Gegenwartskünstler mit ganz unterschiedlichen Skulpturen ihre neuen Interpretationen eines traditionsreichen Themas.

 

Die Welt zu Gast in Nürnberg

Die Besucherstruktur der Stone+tec hat sich 2005 weiter internationalisiert: Über 30% der 40.282 Besucher kamen aus 81 Ländern außerhalb Deutschlands nach Nürnberg. Besonders der Besuch aus den neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union in Mittelosteuropa zeigte zum Teil deutliche Wachstumsraten, allen voran Ungarn (+48%) die Tschechische Republik (+13%) und Polen (+7%), - eine Tendenz, die sich am Messeplatz Nürnberg seit rund zwei Jahren verstärkt bemerkbar macht. „Während einige Aussteller gefehlt haben, haben wir eine interessante Präsenz von Fachleuten registriert. Der Besuch an unserem Stand war sehr gut. Nürnberg hat sich als europäische Messe und nicht nur als deutsche Messe bestätigt, dies auch dank der Anwesenheit der Fachbesucher aus Osteuropa.

 

Der Mittwoch als Messetag war für uns positiv", so Emanuela Galvani, Sales Manager Luigi Antolini & C. S.p.A., Italien. 44% der Fachbesucher kamen aus dem Handwerk, 23% aus der Industrie, 12% aus dem Groß- und 7% aus dem Einzelhandel, sowie 5% aus dem Dienstleistungssektor, wie z.B. Architekturbüros. Als ihre Aufgabenbereiche gaben 49% Geschäfts- und Betriebsführung an, 35% Fertigung und Produktion. 9 von 10 Besuchern der Stone+tec sind dabei in Beschaffungsentscheidungen in ihrem Unternehmen eingebunden.

 

96% der Besucher zeigten sich mit dem Angebot auf der Stone+tec 2005 zufrieden, die Informations- und Kontaktmöglichkeiten an den Ausstellungsständen beurteilten sogar 98% als gut. 77% fühlten sich durch den Messebesuch angeregt, die hier gesehenen Produkte und Dienstleistungen zukünftig in der eigenen Arbeit einzusetzen. Und für mehr als die Hälfte aller Besucher ist die Stone+tec die einzige Messe zum Thema Naturstein, die sie besuchen. Die Zustimmung zur neuen Messelaufzeit von Mittwoch bis Samstag ist bei den Besuchern ebenso hoch wie bei den Ausstellern.

 

Eine Messe mit vielen Highlights

Als Auszeichnungen und öffentliche Würdigung für die Schaffenden, aber auch Impulsgeber für Kollegen und den Nachwuchs wurden mit der Verleihung des Peter-Parler-Preises und des Deutschen Naturstein-Preises während der Stone+tec 2005 herausragende Leistungen in Denkmalpflege und Architektur prämiert. „Die Verleihung des Deutschen Naturstein-Preises 2005, die erstmals direkt in der Messehalle am DNV-Stand stattfand, war ein voller Erfolg. Die Architekten, die an dem anschließenden Messerundgang teilnahmen, zeigten sich von der Vielfalt der ausgestellten Natursteine beeindruckt", so Reiner Krug, Geschäftsführer Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V. (DNV).

 

Das Seminar „Naturstein verlegen und erleben" erfreute sich im neuen Kongresszentrum CCN Ost eines voll besetzten Auditoriums von über 200 Handwerkern, welche die besonderen Anforderungen an die Arbeit mit Natursteinfliesen kennen lernen wollten. Darüber hinaus ergänzten zahlreiche Tagungen und Informationsveranstaltungen von Verbänden und Institutionen wie z. B. Euroroc (European and International Federation of Natural Stone Industries) und eacd (European Association of Building Crafts and Design) das Programm der diesjährigen Stone+tec.

 

Die nächste Stone+tec findet turnusgemäß von Mittwoch, 06. bis Samstag, 09. Juni 2007 im Messezentrum Nürnberg statt.

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