EU: Rückstandshöchstgehalte für Phosphonate befristet angehoben

Im Amtsblatt der Europäischen Union wurde mit Datum vom 23. September 2014 die Verordnung (EU) Nr. 991/2014 der Kommission vom 19. September 2014 zur Änderung des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen von Fosetyl in oder auf bestimmten Erzeugnissen veröffentlicht.

Im Amtsblatt der Europäischen Union wurde mit Datum vom 23. September 2014 die Verordnung (EU) Nr. 991/2014 der Kommission vom 19. September 2014 zur Änderung des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen von Fosetyl in oder auf bestimmten Erzeugnissen veröffentlicht.

Die Rückstände für Fosetyl werden als Summe von Fosetyl, Phosphonsäure und ihren Salzen ausgedrückt. Da Phosphonate aus Blattdüngern zu höheren Rückständen in bestimmten Erzeugnissen geführt haben, aber nachweislich nicht auf die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels zurück zu führen waren, konnte erreicht werden, dass die Höchstgehalte für die Salze der Phoshponsäure (Phosphonate), ausgedrückt als Fosetyl, nunmehr in der Rückstandshöchstgehaltsverordnung für bestimmte Erzeugnisse befristet auf 75 mg/kg angehoben wurden. Für Deutschland war diese Anhebung unter anderem erforderlich für Kirschen, Pflaumen, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Diese Werte gelten jeweils nur befristet bis zum 31. Dezember 2015. Danach werden die Werte – soweit keine andere Verordnung kommt – wieder auf die Nachweisgrenze von 2 mg/kg abgesenkt.

In der Zwischenzeit sollen Maßnahmen zur Verhütung des Auftretens von Phosphonatrückständen in den betroffenen Kulturpflanzen für die folgenden Vegetationsperioden unternommen werden. Das heißt aber, dass keine phosphonathaltigen Blattdünger mehr eingesetzt werden dürfen. Dazu ist es u.a. dann erforderlich, dass die Möglichkeit der Zulassung von Phosphonaten in Blattdüngern verboten wird. Nach Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates können sie gemäß Artikel 14 in auf nationaler Ebene zugelassenen Düngemitteln enthalten sein. In EG-zugelassenen Düngemitteln aus anderen Mitgliedstaaten der EU waren oder sind die Phoshonate in Blattdüngern enthalten. Dabei ist der Phosphonatgehalt nicht immer ausgewiesen.

Sofern es bei dieser Rechtslage bleibt, gilt es langfristig diesen Rückstandshöchstgehalt auf der jetzt befristet beschlossenen Höhe beizubehalten. Bei in Deutschland zugelassenen Blattdüngern sind keine Phoshonate enthalten. (Quelle: Bundesausschuss Obst und Gemüse)

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