Shopping Report: Deutschland kauft samstags ein

Der Bring! Shopping Report 2019 hat die Daten für das Jahr 2019 ausgewertet. Er zeigt, dass deutsche Verbraucher am liebsten am Samstag einkaufen gehen.

Deutsche kaufen gerne am Samstag ein. Bild: GABOT.

Wie kaufen die Deutschen ein? Wann tun sie es am liebsten und was landet in den Einkaufskörben? Diese Fragen beantwortet der Bring! Shopping Report 2019, für den die beliebte Einkaufs-App Bring! ihre Daten für das Jahr 2019 ausgewertet hat. Er zeigt: Deutsche Verbraucher gehen am liebsten am Samstag einkaufen. Beliebteste Tageszeit fürs Lebensmittel-Shopping ist der Nachmittag. Der Trend zu bewussterem und gesünderem Einkauf zeigt sich bei den Auf- und Absteigern des Jahres: mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch und Kalorienbomben als noch im Vorjahr. À propos bewusst: Durch die Nutzung der digitalen Bring!-Einkaufsliste wurden im Jahr 2019 bislang 2.100 Bäume geschont, weil keine Papierzettel mehr benutzt wurden. Zum Vergleich: 2018 waren es etwas mehr als 1.200.

Die Ergebnisse des Bring! Shopping Reports 2019 im Detail

Samstags und nachmittags wird im Supermarkt eingekauft, Mitte der Woche und abends online Trotz der Aussicht auf volle Supermärkte und lange Schlangen an der Kasse ist der Samstag der bevorzugte Tag deutscher Verbraucher für den Wocheneinkauf. Generell erledigen deutsche Verbraucher ihre Einkäufe am liebsten um das Wochenende herum. Dem Samstag folgen Freitag und Montag als Haupteinkaufstage.

Wer dagegen eher entspannt nach Artikeln des täglichen Bedarfs suchen möchte, sollte es vielleicht am Mittwoch versuchen: Da gehen die wenigsten Menschen einkaufen. Beliebteste Tageszeit für den Supermarktbesuch ist der Nachmittag: Zwischen 15 und 16 Uhr gehen die meisten shoppen, ab 17 Uhr dagegen die wenigsten.

Anders ist es am Samstag: Da sind die Geschäfte zwischen 10 und 12 Uhr am vollsten. Geplant wird der Einkauf meist am gleichen Tag: Auch bei der Erstellung der Einkaufslisten liegt der Samstag vor Freitag und Montag an erster Stelle. Einkaufslistenzeit ist vor allem der Vormittag: Zwischen 8 und 11 Uhr werden die meisten geschrieben, danach nimmt es stetig ab. Anders sieht es beim Online-Lebensmitteleinkauf aus: Dieser geschieht vor allem in der Wochenmitte, insbesondere mittwochs und donnerstags, während samstags nur sehr selten bestellt wird. Auch ordern deutsche Verbraucher eher abends bei den Online-Supermärkten: Die meisten Bestellungen werden zwischen 18 und 20 Uhr getätigt.

Klarer Trend: Bewusster und gesünder einkaufen – auch im Land der Rostbratwurst

Vor allem Obst und Gemüse landen 2019 häufiger in den Einkaufswagen als im Vorjahr. Die “Aufsteiger” des Jahres sind Aprikosen, Auberginen und Ananas, während deutlich weniger “Dickmacher” wie Nuss-Nougat-Creme oder Pizza gekauft werden. Auch Fleisch landete 2019 sehr viel seltener in der Einkaufstüte als 2018. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Am häufigsten kaufen die Menschen in Sachsen-Anhalt Fleischprodukte, gefolgt von den Schleswig-Holsteinern und den Rheinland-Pfälzern. Am ehesten verzichten die Berliner auf Fleisch, gefolgt von einem überraschendem Zweitplatzierten: Thüringen, dem Land der Rostbratwurst. Zum bewussten Einkauf gehören auch Bio-Produkte. Hier sind Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg Vorreiter. In diesen Ländern landen die meisten Produkte aus biologischem Anbau und Herstellung in den Einkaufsbeuteln.

Weitere Ergebnisse aus dem Bring! Shopping Report 2019

Meistgekauftes Produkt ist Milch, gefolgt von Brot und Eiern. Ausnahmen sind Thüringen und Sachsen-Anhalt: Dort ist Brot die Nummer eins. Jede Jahreszeit hat ihre Produktfavoriten: So landen im Winter besonders Pilze, Mandarinen und Orangen sowie Tee in den Einkaufskörben, im Frühjahr – natürlich – Spargel und Erdbeeren, aber auch Taschentücher, im Sommer Wasser, Aprikosen und Mozzarella. Der Herbst steht dann im Zeichen von Süßigkeiten, Kürbis und Ingwer. Biertrinkerland Nummer eins ist Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Sachsen und Schleswig-Holstein. Das traditionelle Bierland Bayern verblüfft dagegen durch moderateren Konsum: Mit Platz acht liegt es hier im Mittelfeld. Am wenigsten Lust auf den Gerstensaft haben die Saarländer. Doch auch der Norden ist keine reine Bierregion: Bremen und Mecklenburg-Vorpommern erweisen sich ebenfalls als Länder voller Biermuffel. Sowohl geplant als auch erledigt wird der Einkauf in der Mehrheit von Frauen: 61,9% der Einkäufe und 68,3% der Einkaufslisten entfallen auf weibliche Nutzer. (Bring!)

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