Schweiz: Rote Spinne und Pflaumenwickler im Internet

Die Rote Spinne ist die wichtigste Spinnmilbe im Schweizer Obstbau, und der Pflaumenwickler verursacht "madige" Zwetschgen. Damit Obstbaubetriebe diese beiden Arten noch präziser als bisher unter Kontrolle halten können, hat Agroscope die Online-Prognosen für Schädlinge um Rote Spinne und Pflaumenwickler erweitert.

Anzeige

Die Rote Spinne ist die wichtigste Spinnmilbe im Schweizer Obstbau, und der Pflaumenwickler verursacht "madige" Zwetschgen. Damit Obstbaubetriebe diese beiden Arten noch präziser als bisher unter Kontrolle halten können, hat Agroscope die Online-Prognosen für Schädlinge um Rote Spinne und Pflaumenwickler erweitert. Landwirtinnen und Landwirte können dank dieser Informationen Zeit und Geld sparen sowie die Umwelt schonen – und auf den Tisch kommt qualitativ hochwertiges Schweizer Obst.

Wenn im Frühling die Obstbäume blühen und sprießen, kommen auch die Schädlinge langsam auf Touren. Doch erst wenn diese eine bestimmte Populationsgröße überschreiten, ist eine Bekämpfung notwendig – heutzutage mit gezielt wirkenden, möglichst umweltfreundlichen Bekämpfungsmethoden. Die Überwachung der Schädlinge und auch eine allfällige Behandlung muss dabei aber sorgfältig auf das Entwicklungsstadium der Schädlinge abgestimmt werden, damit die Bekämpfungsmethoden die gewünschte Wirkung erzielen.

Die dazu erforderlichen Kenntnisse und Entscheidungshilfen stellt Agroscope den Obstbaubetrieben unter www.sopra.info zur Verfügung – auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Jetzt sind neu auch Prognosen für den Pflaumenwickler und die Rote Spinne online. Beim Pflaumenwickler handelt es sich um einen Schmetterling, des-sen Larven in heranreifenden Früchten leben – niemand will so befallenes Obst es-sen. Die Rote Spinne saugt an den Blättern und ist die wichtigste Spinnmilbe im Schweizer Obstbau. Diese Art kann die Pflanzen schwächen und so Ernteeinbussen verursachen. In der neuen Version von SOPRA erfahren die Landwirtinnen und Landwirte, wann genau sie nach diesen Schädlingen Ausschau halten sollen sowie ob und wann eine Bekämpfung notwendig ist.

Alle Obstbauregionen der Schweiz sind abgedeckt
Die Basis für SOPRA bilden Computer-Modelle, die auf dem Witterungsverlauf und langjährigen Klima-Mittelwerten aufbauen. Agroscope-Forschende haben zudem für jedes Entwicklungsstadium der Tiere und jede Schädlingsart separat bestimmt, wie Entwicklungsgeschwindigkeit und Temperatur zusammenhängen. Die fertigen Computer-Modelle haben sie dann mit Felddaten mehrerer Jahre auf ihre Zuverlässigkeit getestet.

Verteilt auf die wichtigsten Obstbauregionen der Schweiz stehen 14 Wetterstationen zur Verfügung. Sie decken alle Regionen ab – von sehr früh kultivierbaren Tallagen im Tessin bis zu den spät noch Früchte liefernden Obstbaugebieten in der Nordostschweiz. So können sich die Obstbaubetriebe bestens über den Entwicklungsverlauf der Schädlinge in ihrem Gebiet informieren. Damit sparen sie Zeit und Geld für die Schädlingsbekämpfung und schonen gleichzeitig die Umwelt. Davon profitieren letztlich die Konsumentinnen und Konsumenten, die Obst von höchster Qualität kaufen können. (acw)
 

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.