Schweiz: Initiative #LebenstattGift

Das Initiativkomitee "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" fordert die Schweizer Bevölkerung mit seiner starken und expliziten Kampagne auf, sich mit den Herausforderungen der bevorstehenden Abstimmung auseinanderzusetzen. Die Wahl für die Bürger ist einfach: Leben statt Gift!

Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Bild: #LebenstattGift.

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Im Jahr 2020 wird die Schweizer Bevölkerung aufgefordert, sich zur eidgenössischen Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" zu äußern. Das Initiativkomitee lancierte am 25. Februar 2019 in Bern seine erste Kampagne, um Bevölkerung und Politiker für diese Volksinitiative zu sensibilisieren.

Die Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" bietet eine globale, einfache und faire Antwort für alle. Das Problem der Pestizide sei nicht nur ein landwirtschaftliches Problem, sondern betreffe alle. Man wolle nicht mehr synthetischen Pestiziden ausgesetzt sein und nicht weiter unter deren Folgen für die Gesundheit und die Umwelt leiden.

Die Förderung einer Landwirtschaft, die weiterhin synthetische Pestizide (Fungizide, Herbizide, Insektizide) einsetzt, stelle ein Gesundheitsrisiko für die gesamte Bevölkerung dar und gefährde die biologische Vielfalt. Pestizide seien Substanzen, deren Hauptzweck es sei, zu töten. Das Initiativkomitee treffe eine klare Entscheidung für ein Leben und eine Zukunft ohne diese Gifte, sei es in der Landwirtschaft, entlang der Eisenbahn, in kleinen Familien- und Gemüsegärten oder schließlich auf dem Teller. Es gehe um die biologische Vielfalt und die Gesundheit zukünftiger Generationen. Die Initiative sei auch eine Chance für die Wirtschaft in der Schweiz.

Ein Geschenk für zukünftige Generationen

Diese Initiative sei ein Geschenk an zukünftige Generationen. Die mit der Verwendung synthetischer Pestizide verbundenen Risiken seien wissenschaftlich nachgewiesen. Die Risiken für die öffentliche Gesundheit sowie für die Tier- und Pflanzenwelt des Landes seien zu groß, um weiterhin die Augen zu verschließen und in der Schweiz jährlich mehrere hundert Tonnen synthetische Pestizide anwenden zu können, heißt es. Diese Initiative sei auch ein Geschenk an die Schweizer Landwirtschaft, die derzeit weitgehend von synthetischen Pestiziden abhängig sei. Indem man die Landwirtschaft des Landes von diesen Giften befreie, werde es möglich sein, das Paradigma zu ändern und endlich eine nachhaltige Landwirtschaft zu erreichen.

Das erste Paradigma, das sich ändere, sei die Wirtschaft. Deshalb sieht die eidgenössische Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" eine Umsetzungsfrist von zehn Jahren vor. Ein Jahrzehnt, das es den Landwirten ermöglichen werde, ihre Praktiken zu ändern. Ein Jahrzehnt, das eine effektive Forschungsfinanzierung und die Entwicklung guter landwirtschaftlicher Praktiken hin zu nachhaltigen Praktiken ermögliche, die Mensch und Natur respektierten. Ein Jahrzehnt, das es der Wirtschaft ermögliche, neue Lösungen zu entwickeln, die die Schweiz zu einem Kompetenzzentrum für innovative und umweltfreundliche Landwirtschaft machten.

Die Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" werde es dem Bund ermöglichen, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und die Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Landwirten während der Übergangszeit zu helfen. Während dieser Zeit müsse der Staat auch die Forschung verstärken und einen nachhaltigen globalen Übergang sicherstellen.

Die Gefahr ist nicht die Initiative, sondern es sind die Pestizide!

Die Gegner der Initiative argumentierten, dass der derzeitige Einsatz von Pestiziden keine Umwelt- oder Gesundheitsprobleme aufwerfe. Sie behaupten, dass ihre Verwendung unerlässlich sei und dass der nationale Aktionsplan zur Verringerung des Pestizideinsatzes ausreichend zur Verringerung der eingesetzten Mengen beitragen werde. Dies sei nicht der Fall. Die Gefahr für die Schweiz sei nicht die Initiative, sondern es seien synthetische Pestizide!

Ein notwendiges und realistisches Projekt!

Der Text der Initiative stelle keine Gefahr für ein internationales Abkommen dar. Sie sei durch begleitende Maßnahmen über einen Zeitraum von zehn Jahren wirtschaftlich tragfähig. Die Landwirtschaft könne auf synthetische Pestizide verzichten, ohne Ertragseinbußen zu erleiden, die die Nahrungsmittelversorgung des Landes gefährdeten. Auch die Importe seien nicht gefährdet, denn es gehe darum, sie anzupassen und nicht zu verbieten.

Diese Initiative sei ein starker Hebel und eine einzigartige Chance für die Schweiz, sowohl für ihre wirtschaftliche Entwicklung und Forschung als auch für die öffentliche Gesundheit, die biologische Vielfalt und das Image des Landes. Diese neue klare und einfache Positionierung schützte die Schweizer Landwirtschaft, verbessere die Qualität von Flüssen und Böden und stelle sicher, dass die Bevölkerung des Landes nicht mehr diesen Giften ausgesetzt sei. Die Initiative ersetze die Politik der kleinen Schritte und ohne klares Ziel des Bundesrates.

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