Schweiz: Günstigere Importe sollen Einkaufstourismus stoppen

Der Konsumentenschutz sieht den Kampf gegen überteuerte Importprodukte als einzige Möglichkeit gegen den Einkaufstourismus. Ein Hauptthema seiner Agenda fürs nächste Jahr.

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Der Konsumentenschutz sieht den Kampf gegen überteuerte Importprodukte als einzige Möglichkeit gegen den Einkaufstourismus. Ein Hauptthema seiner Agenda fürs nächste Jahr.

Der Kampf gegen zu teure Importprodukte bleibt eines der wichtigsten Themen für die Allianz der Konsumentenschutzorganisationen. Nur durch ein Ende der überhöhten Preise für importierte Produkte könne der Einkaufstourismus abgeschwächt werden, sagte Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) an einer Medienkonferenz in Bern. Gerechtfertigt seien die hohen Preise für importierte Waren weder durch höhere Löhne noch durch andere Kosten. Der Konsumentenschutz will weiterhin auf seine Preisbarometer-Website setzen und dadurch für die Konsumenten Transparenz schaffen. Zudem hofft er auf eine Motion von SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo, die das Kartellgesetz um einen Artikel zu unzulässigen Preisunterschieden ergänzen will. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass Unternehmen sich weigern können, Konsumenten oder Firmen über im Ausland gelegene Vertriebsstellen zu beliefern, wenn die Produkte dort günstiger erhältlich sind.

Food Waste
Für 2013 ist gegenüber den Konsumenten zudem eine Informationskampagne zum Thema Lebensmittelverschwendung geplant. Die Hauptbotschaft: Vermeiden von Lebensmittelabfällen ist einfach und lohnt sich finanziell. Daneben fordert der Konsumentenschutz, dass künftig wissenschaftliche Kriterien über die Mindesthaltbarkeitsdaten auf Lebensmitteln entscheiden. Derzeit sei es ein Problem, dass die Behörden nur bei zu langen Haltbarkeitsdaten aktiv würden, zu kurze Fristen jedoch keinerlei Überwachung unterliegen, so Mathieu Fleury von der Féderation romande des consommateurs (FRC).

Antibiotika in Lebensmitteln

Zum Thema Antibiotika in Lebensmitteln plant die Allianz einen Test, der die eventuelle Existenz von antibiotikaresistenten Bakterien in Lebensmitteln aufzeigt. Je nach Testergebnissen sollen Forderungen an die Produzenten, die Tierärzte und den Handel erhoben werden. Ausserdem wollen die Organisationen die Konsumenten über das Thema Antibiotika-Resistenzen informieren, Einkaufstipps erteilen und die Kosten einer landwirtschaftlichen Produktion ohne Antibiotika-Einsatz aufzeigen. (lid)

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