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Schweiz: Gemüseproduzenten macht Preisdruck zu schaffen
Gemüse liegt im Trend. Im letzten Jahr ist der Pro-Kopf-Konsum auf 85,22 kg gestiegen. Dennoch war 2012 ein schwieriges Jahr für die Gemüseproduzenten: Zu schaffen machte ihnen der anhaltende Preisdruck.
Das Jahr 2012 sei von einem anhaltenden Preisdruck geprägt gewesen, erklärte Hannes Germann, Präsident des Verbandes der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP), auf der 81. Delegiertenversammlung am 24. April in Bern. Für viele Produzenten sei das letzte Jahr deshalb mehr ein Krampf als ein Segen gewesen. 2012 sei der Verdrängungskampf innerhalb der Produktion stärker geworden, heißt es im Jahresbericht. Es sei für den Verband eine Herausforderung gewesen, die Produzenten zusammen zu halten, damit alle an einem Strick ziehen. Germann appellierte an die Produzenten, untereinander solidarisch zu sein. Für Trittbrettfahrer gebe es keinen Platz.
Erfreulich sei, so Germann, dass im letzten Jahr das Agrar-Freihandelsabkommen mit der EU auf Eis gelegt wurde. Der Schaffhauser SVP-Ständerat lobte zudem die Gemüseproduzenten für ihre Fortschritte im Bereich Energieeffizienz. So zeigten Ökobilanzstudien, dass Schweizer Gemüse - auch aus dem Gewächshaus - im Vergleich zu importiertem Gemüse gut abschneide. Die Gemüsebrache könnte gar einen Beitrag zur Deckung der Stromlücke leisten: Denn mittels Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen könnten laut Schätzungen über 20.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.
Die Schweizer Bevölkerung hat im letzten Jahr leicht mehr Gemüse konsumiert: Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg gegenüber 2011 um 60 Gramm auf 85,22 kg. Am beliebtesten waren Rüebli, gefolgt von Tomaten, Eisbergsalat, Peperoni, Zwiebeln und Gurken. Die Ernte fiel aufgrund des Wetters mengenmäßig durchschnittlich, qualitativ hingegen gut aus. Die Anbaufläche hat im 2012 gegenüber dem Vorjahr um 597 auf 14.504 Hektar abgenommen. Vor allem Verarbeitungsgemüse wurde weniger angebaut (-548 Hektar). (lid)

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