Schweiz: Es braucht ein Team für gutes Gemüse

Aktuell wird den Arbeitskräften auf den Gemüsefeldern eine große mediale Aufmerksamkeit zu Teil. Die im Zusammenhang mit dem Coronavirus verhängten Reiseeinschränkungen in Europa führen zu einer unsicheren Lage für die kommenden Wochen. Infolge dessen meldeten sich sehr viele Personen und boten ihre Hilfe an.

Der renommierte Fotografe, Alberto Venzago, hat dieses Engagement mit feinem Gespür und scharfem Auge eingefangen und eine ansprechende Bilder- und Spotserie über 12 Monate entwickelt. Bild: Alberto Venzago/VSGP.

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"Wir sind überwältigt von der enormen Solidarität der Schweizer Bevölkerung gegenüber der Landwirtschaft. Mit einem solchen Ansturm haben wir nicht gerechnet", betont Matija Nuic, Direktor des Verbandes Schweizer Gemüseproduzenten. Der VSGP dankt allen Personen, die sich für einen Einsatz auf dem Feld engagieren. Leider können nicht alle Personen vermittelt werden. Für diese körperlich anstrengende Arbeit muss man fit sein und Durchhaltewille beweisen, denn die Arbeitstage sind lang. Man muss robust sein, weil die Gemüsegärtner gehen bei jedem Wetter raus. Auch das Interesse und die Motivation müssen hoch sein, weil der Mindestlohn für Ungelernte ohne Erfahrung 3.300.- CHF pro Monat (ca. 3.100 Euro) beträgt. Der Verband weiß um diese Probleme, hat sich in den vergangenen Jahren mit den Sozialpartnern immer wieder für eine Lohnerhöhung eingesetzt und fordert seit Jahren eine nationale einheitliche und reduzierte Arbeitszeit in der Landwirtschaft – bisher erfolglos.

Vor einem Jahr starteten die Arbeiten an der neuen Kampagne. Diese lädt die Bevölkerung ein, mit den Gemüsegärtnern durch die Jahreszeiten zu gehen. Monatlich wurden Fotoshootings durchgeführt, um möglichst alle Gemüsekulturen und Regionen der Schweiz abzudecken. Die ganze Vielfalt und Bandbreite an Arbeiten, können so gezeigt werden. Im Zentrum stehen die Produzenten mit ihren Mitarbeitenden, welche bei jedem Wetter den vollen Einsatz für frisches Gemüse geben. Jedes Bild vermittelt eine Botschaft, die das Wissen der Betrachter über den Gemüsebau bereichert. "Wir stellten fest, dass das Interesse der Bevölkerung an der Landwirtschaft zunimmt, das Wissen oder der Bezug dazu aber immer mehr verloren geht. Deshalb wollten wir dem auch mit unserer neuen Werbung gerecht werden" erläutert Jean-Luc Pecorini, Präsident der Marketingkommission.

Der renommierte Fotografe, Alberto Venzago, hat dieses Engagement mit feinem Gespür und scharfem Auge eingefangen und eine ansprechende Bilder- und Spotserie über 12 Monate entwickelt. Der VSGP wollte die neue Kampagne ursprünglich im würdigen Rahmen einer Vernissage am 27. März präsentieren. Unter den herrschenden Umständen musste der Anlass abgesagt werden. Der VSGP lädt nun aber die Medienschaffenden und die Bevölkerung zu einer virtuellen Kostprobe ein. (VSGP)

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