- Startseite
- Schmalkalden: Das war die "GartenZeitRei...
Schmalkalden: Das war die "GartenZeitReise" 2015
163 Tage dauerte die „GartenZeitReise“ – eine Reise durch Schmalkaldens reiche Vergangenheit und durch Schmalkaldens junge Parklandschaften. Am Sonntagabend endete Thüringer 3. Landesgartenschau. Zeit, um Bilanz zu ziehen über ein grünes Großereignis.
Gäste auf „GartenZeitReise“
Vom 25. April bis zum 4. Oktober wurden 306.283 Besucher auf dem Gelände gezählt, darunter mehr als 13.000 Kinder. Ein vorläufiger Stand. Die endgültige Zahl liegt erst mit dem Schlussergebnis der Vorverkaufsstellen vor. Ursprünglich war mit rund 350.000 Gästen gerechnet worden. Trotz der Abweichung ist für die Stadt Schmalkalden kein finanzielles Defizit entstanden – die Gartenschau-Gesellschaft hat in den vergangenen Monaten sparsam gewirtschaftet. Ein nachträglicher Zuschuss aus dem Stadtetat ist nicht erforderlich.
Die Besucherzahl setzt sich in der Hauptsache zusammen aus den Tagesgästen (78,8%) sowie den Gelände-Besuchen der 4259 Dauerkarten-Inhaber (17,7%). Für ein ermäßigtes Feierabend-Ticket an den Werktagen entschied sich etwa jeder 100. Besucher. Am häufigsten Gast auf der Landesgartenschau war Marina Leinhas – 116 Mal besuchte sie das Gelände. Mit 6.513 Gästen war der 1. August, ein Samstag, der besucherstärkste Tag. Auch insgesamt war das erste Augustwochenende das beliebteste mit mehr als 10.000 Besuchern.
Gemeinsam auf „GartenZeitReise“
Neben den Einzelgästen, die ihren Besuch in Schmalkalden individuell geplant haben, entschieden sich viele Gartenfreunde auch für organisierte Gruppenreisen. 1.206 Gästebusse konnten begrüßt werden. Das umfangreiche Angebot an geführten Rundgängen über das Gelände nutzten 16.400 Besucher. Sie haben insgesamt 830 Führungen gebucht, darunter 59 Kinderführungen sowie 21 Fachführungen durch die Mitarbeiter der Landesgartenschau-Gesellschaft.
Das Grün der „GartenZeitReise“
Bevor die Besucher das Gelände entdeckten, schlug die Stunde der Landschaftsarchitekten und Gärtner. Sie pflanzten: 463 Bäume, 771 m Hecke, 3.839 qm Sträucher, 10.228 qm Stauden sowie Stauden-Gräser-Mischungen und 12.000 Buchsbäume im Terrassengarten von Schloss Wilhelmsburg. 27.787 qm Rasen wurden hergerichtet und gepflegt. Außerdem 1.265 qm Gemüse- beziehungsweise Hochbeete.
Für die 2512 qm des jahreszeitlich umgestalteten Wechselflors wurden 1000 Kubikmeter Substrat eingebaut und fast 5 Tonnen Dünger verwendet. 59.207 Pflanzen von 133 verschiedenen Arten sorgten für die bunte Pracht des Frühjahrsflors. Sie ergänzten die 654.000 Blumenzwiebeln, die bereits im Jahr zuvor gesteckt worden waren. 28.287 Pflanzen zierten den Sommerflor, dabei fanden 236 verschiedene Arten Verwendung – vor allem Zinnien und Schokoladen-Blumen.
Damit bei so vielen Arten niemand den Überblick verliert, wurden außerdem rund 8.000 Pflanzetiketten gesteckt. Noch mehr Grün gab es bei den 14 Blumenschauen in der Helüsa-Halle, wo Thüringens Gärtner und Floristen auf 3.500 qm ihr Können präsentieren konnten.
Die junge „GartenZeitReise“
Speziell an Schüler wendeten sich die Angebote im Grünen Klassenzimmer. Mehr als 50 Institutionen gestalteten ein Programm mit 65 unterschiedlichen Kursen. 336 Veranstaltungen wurden von Mai bis Ende September gebucht, dabei lernten 6.353 Kinder die Natur besser kennen. Besonders gefragt waren die Kursangebote zur Imkerei, zu den Zeitgärten und das Anpacken im MitmachGarten.
Gäste in Schmalkalden
Mit der Landesgartenschau schnellten ab Ende April auch die Gästezahlen in der Stadt nach oben. So stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 20%. In der Touristinformation Schmalkalden wurden 30% mehr Führungen gebucht. Schloss Wilhelmsburg, dessen historischer Terrassengarten Teil der Landesgartenschau war, zählte 55% mehr Gäste in seinen Ausstellungen. Beinahe verdreifacht haben sich die Besucherzahlen im Fachwerkerlebnishaus in der Innenstadt.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.