Schleswig-Holstein: Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke 2024

In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Verkäufe landwirtschaftlich genutzter Fläche mit 553 Fäl­len gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben.

In Schleswig-Holstein sind die Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke gestiegen. Bild: GABOT.

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Die gehandelte Fläche stieg um 7% auf gut 3.100 Hektar (ha). Der durchschnittliche Kaufwert je ha erhöhte sich um 11% auf 50.920 Euro. Wie im Vorjahr wurden die höchsten durchschnittlichen Kaufwerte je ha in den Kreisen Ostholstein (91.862 Euro/ha) und Dithmarschen (66.967 Euro/ha) erzielt, so das Statistikamt Nord.

Bezogen auf die schleswig-holsteinischen Hauptnaturrräume entfielen fast 42% der Gesamtverkäufe landwirtschaftlich genutzter Fläche (231 Fälle) auf die Hohe Geest. Die größte veräußerte Flächensumme mit einem Anteil von 38% am gesamten Flächenumsatz lag dagegen im Hauptnaturraum Hügelland. Der durchschnittliche Kaufwert im Hügelland stieg um 14% gegenüber dem Vorjahr auf 73.834 Euro/ha. Die höchste Kaufsumme für landwirtschaftlich genutzte Flächen wurde ebenfalls im Hauptnaturraum Hügelland mit 8,65 Mio. Euro verzeichnet, gefolgt von der Hohen Geest mit 3,2 Mio. Euro.

Mit 103.092 Euro/ha wurde im Kreis Dithmarschen 2024 der höchste Kaufwert für Ackerland verzeichnet. Das ist ein Anstieg von fast 70% gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ergab sich dort einer der niedrigsten Kaufwerte für Dauergrünland (21.094 Euro/ha). Im Landesver­gleich lagen diese Werte rund 60% über bzw. etwa 16% unter dem jeweiligen Durchschnitt für Schleswig-Holstein.

Dauergrünlandflächen waren im Kreis Stormarn am teuersten: Mit 30.420 Euro/ha lag der Wert leicht unter dem Vorjahresniveau (31.499 Euro/ha). Insgesamt stiegen die Kaufwerte in Schleswig-Holstein um 5,7% auf durchschnittlich 25.084 Euro/ha. Gleichzeitig wechselte 2024 weniger Dauergrünlandfläche die Eigentümerin bzw. den Eigentümer als im Jahr zuvor.

In dieser Statistik werden ausschließlich Flächenverkäufe erfasst, bei denen die landwirtschaft­liche Nutzung erhalten bleibt. Da landwirtschaftliche Flächen nicht vermehrbar und räumlich gebunden sind, führt auch der Bedarf an Flächen für Infrastrukturprojekte – etwa für Verkehr, Wohnbebauung, Gewerbe oder Maßnahmen der Energiewende einschließlich notwendiger Ausgleichsflächen –, zu einer Verknappung des Angebots. Entsprechend können vielfältige Faktoren, sowohl außerlandwirtschaftliche als auch landwirtschaftliche, die Preisbildung auf dem landwirtschaftlichen Grundstücksmarkt beeinflussen.

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