Sachsenobst: Fördert Streuobstwiesen

Kelterei Sachsenobst verschenkt Apfelbäume an ihre Lohnmostkunden.

Viel Spaß gab es für Kinder und Eltern an der T-Wall der Sparkasse Döbeln. Bild: Obstland Dürrweitzschen AG.

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Am 3. November 2018 veranstaltete die Kelterei Sachsenobst für ihre Lohnmostkunden einen Tag rund um den Apfelbaum. Persönlich eingeladen waren alle diejenigen, die sich im vergangenen Jahr für 500 kg abgegebene Äpfel von Streuobstwiesen einen Apfelbaum „ersammelt“ hatten. Gerade 2017 waren Äpfel sehr gefragt. Das bestätigt auch Kelterei-Geschäftsführer Ronny Thiele. Die Annahme von Äpfeln alter Sorten aus heimischen Gärten und von Streuobstwiesen sei wichtig für einen geschmacklich intensiven und qualitativ hochwertigen Apfelsaft. Dieser ist ebenso Grundlage für Fruchtweine und die beliebten Fruchtglühweine, deren Saison momentan wieder startet: „Neben den klassischen Glühweinen und dem Kinderpunsch gibt es in diesem Jahr mit „Heißer Winterapfel“ und „Weißer Beere“ zwei neue alkoholfreie Heißgetränke mit Früchten aus eigenem Anbau“, erzählt Thiele.

Dass die Kelterei am Samstag über 350 Bäume ausgeben würde, hatte der Geschäftsführer jedoch nicht gedacht. „Wir freuen uns über den regen Zuspruch unserer Kunden. Mit unserer Apfelbaumaktion konnten wir uns nun für die langjährige Treue und das Vertrauen in unser regional verwurzeltes Unternehmen bedanken. Daher haben wir die Apfelbäume auch nicht einfach nur ausgegeben, sondern ein kleines Fest veranstaltet“, so Thiele. Bei diesem konnten sich alle Interessierten noch zu Baumschnitt und Pflanzung beraten lassen oder Äpfel unbekannter Sorten zur Bestimmung durch einen Pomologen mitbringen. Die Apfelbäume wurden mit Unterstützung der Baumschule Müller aus Oschatz ausgegeben. Bereits im vergangenen Jahr wählten sich die Kunden ihre Sorte aus - darunter Kaiser Wilhelm und der Dülmener Herbstrosenapfel, aber auch roter Boskoop und Topaz waren gefragt. Allesamt Hochstamm versteht sich. Denn die Pflege und Unterstützung von Streuobstwiesen und der Erhalt des alten Baumbestandes sind ein wichtiger Faktor für die Umwelt. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Deutschlands und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Landschaftsbildes.

„Dieser Verantwortung sind sich auch Obstbauern und Fruchtsafthersteller bewusst“, so Thiele. Nur ein Punkt sei noch ausbaufähig, sagt der Kelterei-Chef: „Wir würden uns wünschen, dass sich der Umwelt- und Lohnmostgedanke stärker von der älteren auf die jüngere Generation überträgt“. Dafür macht Sachsenobst jetzt einen Anfang und übergibt dem Kindergarten Tausendfüßler aus Döbeln Bäume aus der Apfelbaumaktion zum Anlegen einer Streuobstwiese. Eine dafür geeignete Fläche in der Nähe des Kindergartens wird momentan gerade gesucht. „Dies soll helfen, Kinder für die Umwelt und die Herkunft der Lebensmittel zu sensibilisieren“, hofft Thiele. Des Weiteren können die Kinder ihre Äpfel jedes Jahr selbst ernten, in der Kelterei Sachsenobst abgeben und dafür Apfelsaft oder Geld für die Gemeinschaftskasse erhalten. Gepflanzt werden sollen die Bäume im Frühjahr nächsten Jahres. (Quelle: Obstland Dürrweitzschen AG)

Kommentare (1)


Carmen u. H.J Taube 17. Sep. | 08:25

Endlich auch in unserer Region solche Aktivitäten.Es ist gut zu wissen das es hier noch Umweltbewußtsein gibt.Wir sind seit frühester Jugend für Selbstversorgung mit Beeren u. Gemüse aus eigenem Anbau .Haben einen Garten u.bauen im Frühjahr bis zum Herbst unser eigenes Gemüse an. Einwecken von Kompott,Entsaften von Beeren ,Marmelade,Pflaumenmus,Kartoffeln,Saure Gurken ,Salzgurken, sogar Melonen ,Auberginen, Paprika ,Tomaten us.w gehören dazudazu. Es ist wunderbar Alles Anzubauen u. Zu Pflegen zu Ernten u. zu Verarbeiten.Dies leben wir unseren Kindern u. Enkeln vor .Die auch schon anfangen es ohne Zwang nachzuleben.Im vergangenen Jahr haben wir eine brachliegende Fläche zu einer Blumenwiese umgewandelt.Schade das so viele Schrebergärten leer stehen. Es wäre schön wenn auch diese nicht aussterben würden.Das das Bewußtsein für eine gesunde Natur u. Ernährung wächst.Wir machen weiter.

 

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