Sachsen: Drittgrößter Apfelproduzent Deutschlands

Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt hat am 1. September 2017 auf dem Obsthof Wurzen GmbH (Landkreis Leipzig) die sächsische Apfelsaison 2017 eröffnet.

Sachsen weiterhin drittgrößter Apfelproduzent Deutschlands. Bild: GABOT.

Anzeige

Der Landesverband „Sächsisches Obst“ e. V. geht für dieses Jahr von einem Ernteergebnis von 64.000 t aus. Das ist etwa ein Drittel weniger als im Vorjahr. Grund ist die ungünstige Witterung zur Zeit der Apfelblüte.

„Auch wenn die Ernte nicht so üppig ausfällt, muss der Verbraucher nicht auf den Genuss des heimischen Apfels verzichten“, sagte der Minister. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass die niedrigeren Erträge durch höhere Erzeugerpreise ausgeglichen werden. Eine Möglichkeit ist auch die Direktvermarktung über einen der zahlreichen Hofläden, bei dem die Verbraucher direkt beim Erzeuger frisches Qualitätsobst erwerben.“

„Aufgrund der Änderungen des Klimas können ungünstige Witterungsverhältnisse auch in Zukunft eintreten. Um sich dagegen besser zu schützen, setzen wir mit unseren Forschungsvorhaben in enger Zusammenarbeit mit der Praxis auf klima- und standortangepasste Sorten, die Frost- oder Trockenheitsperioden besser überstehen“, sagte der sächsische Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) führt gegenwärtig in Dresden-Pillnitz eine Sichtung geeigneter Apfelsorten durch. Diese Sorten sollen sich in Zukunft besser an Trockenheits- oder eben auch Frostperioden anpassen. Darüber hinaus soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vermindert, die Fruchtqualität erhöht und die Vermarktungsfähigkeit verbessert werden.

Im Verbraucherportal REGIONALES.SACHSEN.de erhält der Konsument Informationen, wo sächsisches Obst in seiner Nähe angeboten wird. Das Portal entstand auf Initiative des Sächsischen Staatministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL). Regionale Erzeuger erhalten kostenlos die Möglichkeit, ihre Angebote zu präsentieren und sich zu vernetzen. Schmidt appellierte auch an die sächsischen Obstbauern, davon Gebrauch zu machen.

In Sachsen werden Äpfel auf knapp 2.500 ha vor allem im Dresdner Raum und im Muldental erzeugt. Der Freistaat Sachsen ist damit nach Baden-Württemberg und Niedersachsen drittgrößter Apfelproduzent Deutschlands - sowohl gemessen an der Anbaufläche als auch an der Erntemenge. Gleichzeitig ist der Apfel nach wie vor die wichtigste Obstkultur in Sachsen. Seine Anbaufläche nimmt rund 60% der gesamten sächsischen Obstanbaufläche (4.200 ha) ein.

Neben der Forschung setzt sich der Minister auch für die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft ein. Hier hat das SMUL in diesem Jahr die Umstellungsprämie für den ökologischen Obstanbau von 890 Euro je ha auf 1.410 Euro je ha erhöht, um den Umstieg auf den ökologischen Landbau noch weiter zu befördern. Mittlerweile werden in Sachsen Äpfel auf knapp 800 ha ökologisch angebaut. (Quelle: Sachsen)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.