Rucola: Heimischer Superstar

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Wenn Deutschland einen Gemüse-Superstar suchen würde, hätte Rucola sicher gute Chancen, ganz oben auf dem Treppchen zu landen.Rucola ist einer der kulinarischen Aufsteiger der vergangenen Jahre. Jahrelang als Unkraut verschmäht, hat sich das aromatisch-bitter schmeckende Blattgemüse mittlerweile einen festen Platz in unseren Feinschmeckerherzen erobert. Und das nicht zuletzt durch die italienische und französische Küche.

 

Aber nicht nur in mediterranen Gefilden wächst Rucola: Ab Mitte Mai ist er auch wieder aus heimischem Freiland-Anbau erhältlich. Bis in den Oktober hinein können Fans Rauke, wie Rucola hierzulande auch genannt wird, im gut sortierten Einzelhandel oder auf Märkten erstehen. Angeboten wird sie im Bund oder verpackt in durchsichtigen Kunststoffschalen. Es gibt zwei Sorten: die so genannte wilde Rauke mit schmalen, dunkelgrünen Blättern und die etwas milder schmeckende Gartenrauke, eine Zuchtform.

 

Der Transport nach Hause sollte vorsichtig geschehen, damit die empfindlichen Blätter nicht zerdrückt werden. Wie immer bei Gemüse gilt auch hier: rasch zubereiten, damit Geschmack und Nährstoffe gut erhalten bleiben. Notfalls hält sich Rucola einige Tage im Kühlschrank - in einem Gefrierbeutel verpackt oder lose im Gemüsefach mit einem feuchten Tuch bedeckt.

 

Gelbe, angewelkte Blätter sind vor der Zubereitung auszusortieren. Im kalten Wasserbad vorsichtig, aber gründlich waschen und anschließend trocken tupfen oder in der Salatschleuder entwässern. Danach die groben Stiele entfernen.

 

Seine Verwendungsmöglichkeiten sind immens: Klassisch schmeckt Rucola pur mit Zitrone und einem nussigen Rapsöl angemacht. Aber auch in Kombination mit anderen Blattsalaten ist er eine Delikatesse. Übrigens sollte man Dressings grundsätzlich erst kurz vor dem Servieren zugeben, denn die leichten Blätter fallen sonst rasch zusammen.

 

Auch als Belag auf einer Stulle mundet Rucola. Als Pizzabelag sollte man ihn erst nach dem Backen verwenden – sonst trocknet er aus. Weiterhin eignet er sich hervorragend zur geschmacklichen und farblichen Verfeinerung von Butter, Kartoffelpüree, Reis oder Nudeln. Und in Kombination mit Quark oder Frischkäse ist er immer gut als Füllung für Teigtaschen oder feine Frikadellen. So manch altbekannter Speise verleiht Roquette, wie die Franzosen ihn nennen, so eine neue Note - lassen Sie Ihrer Kreativität bei der Verwendung des kulinarischen Superstars also freien Lauf. (CMA)

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