Royal FloraHolland: Ökologisierung von Städten

Royal FloraHolland arbeitet gemeinsam mit De Groene Stad an Maßnahmen zur Verbesserung des urbanen Lebensumfelds.

Royal FloraHolland setzt sich für die Ökologisierung von Städten ein. Bild: Royal FloraHolland.

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Grüne Städte? Leichter gesagt als getan! Dr. Wiebke Klemm forschte an der grünen, klimaschonenden Gestaltung von Städten. In einem Interview mit De Groene Stad erklärt sie, wie eine Brücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Praxis des Begrünens geschlagen werden kann. Wie kann sichergestellt werden, dass bestehende und zukünftige Grünflächen mehr denn je zu einer gesunden und lebenswerten Stadt beitragen?

Die Grüne Agenda macht das gesammelte Wissen über den Funktionswert von konkreten Verbesserungsmaßnahmen nutzbar. Es hilft auch, es in innovative Anwendungen umzusetzen. Dies liefert Input für Aktivitäten zur Verbesserung des urbanen Lebensumfelds. Royal FloraHolland arbeitet daran gemeinsam mit De Groene Stad.

Leidenschaft für Landschaftsarchitektur

Wiebke Klemm erklärt: "Es ist meine Leidenschaft, den Außenbereich in Städten attraktiv und funktional zu gestalten. Dies ist eine angenehme Umgebung zum Leben, Arbeiten und Entspannen sowie eine Umgebung, die zu einer lebenswerten, gesunden Stadt beiträgt. Dazu gehört die Planung, Gestaltung und Bewirtschaftung von städtischen Grünflächen für eine hitzebeständigere Stadt".

Auf dem Weg zu einer lebenswerten Stadt

"Parks, Straßenbäume und Vegetation spielen bei der Entwicklung und Gestaltung der Stadt oft eine untergeordnete Rolle. Wir betrachten städtische Grünflächen oft als "Objekte" oder "Möbel", die den öffentlichen Raum "schöner" machen, wenn alle anderen Raumfunktionen bereits verteilt sind. Aber Grün bedeutet viel mehr als nur, unsere Städte schöner zu machen". Betrachten Sie alle positiven Auswirkungen auf eine lebenswerte und gesunde Stadt:

  • Das Stadtklima verbessert sich.
  • Ermutigung zur Begegnung.
  • Senkung der Wärme- und Lärmbelastung.
  • Fängt überschüssiges Regenwasser auf.
  • Erhöhung der Biodiversität.

Diese so genannten Ökosystemleistungen werden in zahlreichen wissenschaftlichen Studien beschrieben. Die Frage ist, wie wir das erreichen können. Und wie können wir sicherstellen, dass bestehende und zukünftige Grünflächen mehr zu einer gesunden und lebenswerten Stadt beitragen als heute?"

Sind wir auf dem richtigen Weg?

"Ja, in den letzten Jahren sind neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis verfügbar geworden. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse können wir sie in die tägliche Praxis der Schaffung oder Bewirtschaftung von Grünflächen umsetzen. Die effektive Nutzung von Grünflächen beginnt damit, Einblicke in die Art der Grünflächen zu geben, die Hitzestress reduzieren und Überschwemmungen begrenzen können. Zunehmend wird auch das Thema Klimaanpassung in der gesamten Kette behandelt, von Baumschulgärtnern und Landschaftsarchitekten bis hin zu Landschaftsplanern und Verwaltern. Es geht nun darum, die Klimabeständigkeit in Prozesse und laufende Projekte zu integrieren und nicht abschließend Mittel zur Verfügung zu stellen."

Gibt es eine Rolle für Stadtbewohner?

"Ja, das gibt es! Alle Grünflächen tragen dazu bei, die Temperatur in der Stadt zu senken, egal ob es sich um Parks, grüne Straßenbahnspuren oder grüne Vorder- und Hintergärten handelt. Auch die Bewohner können durch die Begrünung ihrer Gärten zu einem besseren Stadtklima beitragen. Manchmal fehlt jedoch das Bewusstsein dafür. Mein Ratschlag? Begeistern Sie die richtigen Menschen und setzen Sie entsprechende Standards und verbreiten Sie gleichzeitig die Botschaft über den Mehrwert von Grünflächen! Derzeit sehen die Bewohner noch zu viel Belästigung durch Bäume oder Grün: "Es verursacht zu viele Blätter, reduziert Parkplätze oder verursacht mehr Vogelkot". Ermutigen Sie die Grundbesitzer, ihre eigene Rolle zu übernehmen, indem Sie beispielsweise ihre Vorder- und Hintergärten grüner gestalten und so die Stadt zusammen mit der Gemeinde grüner machen!"

Die Stadt der Zukunft

"Was ich mir wünsche, ist, dass das Grün ein fester Bestandteil der Städte wird. Nicht nur die Schaffung von Grün nachträglich und/oder für das "Bild". In Zukunft wird es bei der Gestaltung und Layout der Stadt darum gehen, Wasser und Grün zu vermischen. In meiner Idealstadt wird die Kohärenz von Grünzonen und Netzwerken optimal genutzt. Dadurch bietet sie den Menschen eine gesunde und lebenswerte Lebens- und Arbeitsumgebung." (Royal FloraHolland)

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