Royal FloraHolland: Notfallfonds notwendig

Royal FloraHolland befürwortet die Einrichtung eines Notfallfonds für den Blumensektor. Dieser Notfallfonds ist notwendig, um die mehr als 6 Mrd. Euro an Blumen- und Pflanzenexporten zu sichern.

Royal FloraHolland ergreift Maßnahmen im Hinblick auf die kurz- und langfristige Geschäftskontinuität. Bild: Royal FloraHolland.

Anzeige

Royal FloraHolland steht dem am vergangenen Dienstag von der niederländischen Regierung angekündigten Unterstützungspaket positiv gegenüber. Dieses Paket reicht nicht aus, um Gärtner und Handelsunternehmen durch die Krise zu helfen. Aus diesem Grund befürwortet Royal FloraHolland die Einrichtung eines Notfallfonds für den Blumensektor. Dieser Notfallfonds ist notwendig, um die mehr als 6 Mrd. Euro an Blumen- und Pflanzenexporten zu sichern.

Der niederländische Gartenbausektor wurde von der Corona-Krise in beispielloser Weise hart getroffen. Das Überleben von 7.000 Familienunternehmen, sowohl der Erzeuger als auch der Händler, steht auf dem Spiel. Royal FloraHolland arbeitet hart an Notlösungen, um den Blumen- und Pflanzensektor über Wasser zu halten. Zu diesem Zweck werden Gespräche mit der Regierung, den Politikern und den Banken geführt. Royal FloraHolland tut dies in enger Zusammenarbeit mit Vertretern des Zierpflanzenbaus. Die Interessen der internationalen Mitglieder der Genossenschaft werden ebenfalls berücksichtigt. Es bestehen Kontakte zu den Sektororganisationen in Äthiopien und Kenia und Konsultationen mit den Regierungen über Notlösungen.

Das Unterstützungspaket der Regierung kann Gärtner und auch Handelsunternehmen, die sich in diesen schwierigen Zeiten in dringenden finanziellen Schwierigkeiten befinden, helfen. Die Garantie für die Banken wird stark ausgeweitet. Dadurch werden die Banken in der Lage sein, Notfallkredite an Unternehmen mit geringerem Risiko zu vergeben. Royal FloraHolland fordert die Banken auf, Mitgliedsdarlehen nicht auch in Notfallkredite einzubeziehen.

Royal FloraHolland ergreift Maßnahmen im Hinblick auf die kurz- und langfristige Geschäftskontinuität. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Die Kosten werden reduziert. In der kommenden Zeit wird praktisch kein Gebrauch von Zeitarbeitskräften oder vorübergehend eingestellten Mitarbeitern gemacht werden. In der kommenden Periode wird den Kosten und Investitionen noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.

In einer Videobotschaft an den Sektor zeigt Royal FloraHolland CEO Steven van Schilfgaarde heute, dass er Vertrauen in die Zukunft hat: "Wir tun alles, was wir können, um den Blumen- und Pflanzensektor über Wasser zu halten und die Gärtner und Käufer in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Wir sind als Sektor durch enge Zusammenarbeit gewachsen. In dieser Woche mussten wir Maßnahmen ergreifen, die wir noch nie zuvor getroffen haben. Und wir würden sie auch lieber nicht nehmen. Das tut allen weh, auch uns. Dennoch habe ich volles Vertrauen, dass wir uns gemeinsam erholen werden. Es wird nicht leicht sein, aber wir werden Erfolg haben." (Royal FloraHolland)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.